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Hessen Bohrverfahren führte zu Brückenunfall - Schadensersatz gefordert
Mehr Hessen Bohrverfahren führte zu Brückenunfall - Schadensersatz gefordert
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14:12 01.10.2015
Der rheinland-pfälzische Verkehrsminister Roger Lewentz. Quelle: Fredrik von Erichsen/Archiv
Mainz

Man warte zunächst die Antwort des Auftragnehmers, dessen Versicherung und Rechtsbeistands ab, sagte Minister Roger Lewentz (SPD) am Donnerstag bei der Vorstellung des Gutachtens im Innen- und Verkehrsausschuss des Landtages. Grundsätzlich ist der Bund der Träger des Bauprojekts.

Wie das Gutachten ergab, war der Bauunfall durch ein ungeeignetes Bohrverfahren beim Einbringen von Pfählen ausgelöst worden. Am 10. Februar hatten sich ein Pfeiler und die Fahrbahn der Brücke gesenkt, es folgte eine zweimonatige Sperrung. Die vorgelagerte Brücke der vielbefahrenen A 643 sollte im Zuge des Neubaus der Hauptbrücke mit Stützen verstärkt werden.

Durch den Einbau sogenannter Mikropfähle im Untergrund seien Auflockerungen im Baugrund entstanden, "die zur Sackung unterhalb des Fundaments der Achse 33 Ost geführt haben und infolgedessen zur Schiefstellung von Fundament und Stütze". Im Bereich der Achse bestehe der Baugrund aus gesteinsharten Kalksteinbänken und dazwischen liegenden sandigen und feinkörnigen Böden. Die Beschaffenheit sei bekannt und Grundlage der Ausschreibung gewesen.

dpa