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Hessen Billig-Brustimplantate: Einzelfälle in Hessen
Mehr Hessen Billig-Brustimplantate: Einzelfälle in Hessen
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12:29 03.01.2012
Frankfurt/Main

Noch laufen die Befragungen der Regierungspräsidien und Arztpraxen. Bis Mitte Januar will sich das Ministerium einen konkreten Überblick über die Zahl der Betroffenen in Hessen verschafft haben.

In Frankreich waren bis Ende des Jahres 20 Frauen an Krebs erkrankt, die ein Billig-Brustimplantaten des französischen Herstellers PIP eingesetzt bekommen hatten. Nach Angaben der französischen Aufsichtsbehörde Afssaps ist zwar bislang kein Zusammenhang zwischen der Entstehung des Tumors und den nicht zugelassenen Implantaten bewiesen. Deutlich über 1.000 Frauen haben mittlerweile aber gerissene PIP-Implantate gemeldet, bei mehreren hundert Betroffenen traten Entzündungen auf.

Die französische Regierung hat aus diesem Grund 30.000 Frauen eine vorsorgliche Entfernung ihrer PIP-Brustimplantate empfohlen. Weltweit sollen zwischen 400.000 und 500.000 Frauen minderwertige Silikonkissen des Herstellers tragen. Die genaue Zahl der in Deutschland Betroffenen ist bislang unbekannt.

Auch in Marburg wurde nach OP-Informationen mindestens einmal ein PIP-Implantat verwendet.