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Hessen Betreuerin veruntreute Ersparnisse von blinder Frau
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14:54 28.05.2015
Frankfurt/Main

Das Landgericht Frankfurt verringerte damit am Donnerstag die Strafe für die 57-Jährige aus erster Instanz, nach der sie für zwei Jahre und acht Monate ins Gefängnis gemusst hätte.

Die Angeklagte war von der 79-Jährigen mit einer notariellen Generalvollmacht ausgestattet worden, nach der sie auch zur Alleinerbin geworden wäre. Im Verlauf mehrerer Monate hob die Betreuerin 42 mal Geld ab oder überwies sich welches auf ihr eigenes Konto. Die Staatsanwaltschaft errechnete einen Schaden von rund 55 000 Euro. Im ersten Prozess bestritt die Angeklagte noch die Untreue. Ihre Berufung beschränkte sie jedoch auf das Strafmaß, was laut Urteil einem Geständnis gleichkam.

Strafmildernd wurde die unglückliche Vertragsgestaltung gewertet, die lediglich die Erbschaft in einem Volumen von rund 400 000 Euro, nicht aber eine zeitnahe Vergütung für den Pflege- und Betreuungsdienst vorgesehen habe. "Dass man sich das erwartete Erbe etwas vorzieht, mag menschlich nachvollziehbar sein. Juristisch bleibt es eine Untreue", sagte der Vorsitzende Richter.

dpa