Volltextsuche über das Angebot:

26 ° / 14 ° Regenschauer

Navigation:
Baby-Simulator-Puppe im Prozess um geschüttelten Säugling abgelehnt

Prozesse Baby-Simulator-Puppe im Prozess um geschüttelten Säugling abgelehnt

Im Darmstädter Prozess gegen einen Vater wegen lebensgefährlichen Schüttelns seines Säuglings ist eine Baby-Simulator-Puppe abgelehnt worden. 

Darmstadt. Ein vom Landgericht bestellter und "ausreichend qualifizierter" Arzt habe bereits zu Prozessbeginn verdeutlicht, dass die Verletzungen des zweieinhalb Monate alten Jungen nicht von einem spielerischen Hochwerfen stammen könnten, meinte die Vorsitzende Richterin Andrea Röhrig.

Der Verteidiger Manfred Döring wollte mit der speziellen Baby-Puppe beweisen, dass sein Mandant (25) den Säugling nach dem Hochwerfen hart auffing, der Vater das Kind aber nicht geschüttelt hat.

Die Staatsanwaltschaft wirft dem 25-Jährigen gefährliche Körperverletzung und Misshandlung von Schutzbefohlenen vor. Zu dem Schütteln soll es 2011 nach einer heftigen Schreiattacke des Kindes gekommen sein. Laut Anklage erlitt das Baby schwere Verletzungen im Gehirn. Die Kammer entschied, das Verfahren in drei Wochen (17.10./14.30) fortzusetzen. Dann könnten in dem seit Mai laufenden Prozess die Plädoyers gehalten werden.

dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel