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BR zieht Fernsehstudie in Zweifel

Medien BR zieht Fernsehstudie in Zweifel

Eine Studie ist der Frage nachgegangen, wie hoch der Informationsanteil in den Dritten Programmen in Hessen und Bayern ist. Die Ergebnisse lösen Widerspruch aus.

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Ein Reporter des Bayerischen Rundfunks hält ein Mikrofon.

Quelle: Karl-Josef Hildenbrand/Archiv

München/Frankfurt. Der Bayerische Rundfunk hat eine Studie in Zweifel gezogen, nach der er informierende TV-Programminhalte vermehrt durch fiktionale Unterhaltung ersetzt. "Die Studie vergleicht teils Äpfel mit Birnen, einiges ist nicht nachvollziehbar", kritisierte der Leiter des Programmbereichs BR-Fernsehen, Andreas Bönte, am Mittwoch in München.

Die Untersuchung der Otto Brenner Stiftung in Frankfurt kam zum Ergebnis: "Der BR und auch der hr erzielen die mit Abstand niedrigsten Quoten für informierende Programminhalte und setzen vermehrt auf fiktionale Unterhaltung." Der BR widme an einem durchschnittlichen Programmtag nur 45 Prozent der Sendezeit den als informierend eingestuften Formaten wie Nachrichten und Magazinen. Er falle damit als einziger der bisher untersuchten Sender unter die 50-Prozent-Marke.

Bönte hielt dagegen: "Insgesamt nimmt die Studie vor allem eine quantitativ-statistische Auswertung nach selbst definierten Genres vor, die aus unserer Sicht allerdings wenig Sinn macht und keinerlei Aufschluss über die Qualität unseres Programms gibt." Positiv aus BR-Sicht: Der Anteil der Nachrichtenformate sei beim BR - mit vielen Reportagen und Dokumentationen - überdurchschnittlich hoch.

Der Hessische Rundfunk teilte mit, dass für die Studie eine Sendungswoche vor einem dreiviertel Jahr ausgewertet worden sei. "Seitdem wurde das Programmschema des hr-Fernsehens weiterentwickelt." Auf den ersten Blick scheine die Untersuchung aber die Hessenausrichtung des Senders zu bestätigen. Das hr-Fernsehen setze zudem in einigen Formaten bewusst auf einen Mix aus Information und Unterhaltung.

Die Studie "Unterhaltung aus Bayern, Klatsch aus Hessen? - Eine Programmanalyse von BR und hr" kam unter anderem zu dem Ergebnis, der Hessische Rundfunk, profiliere sich als stark regional geprägter Sender: 94 Prozent der Beiträge der in einer Längsschnittanalyse untersuchten regionalen Nachrichtenformate hätten Bezug zum Bundesland Hessen.

dpa

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