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BKA warnt vor Briefbetrug

Kriminalität BKA warnt vor Briefbetrug

Es ist eine neue Betrugsmasche: Erpresser verschicken Briefe eines angeblichen türkischen Gerichts und drohen den Adressaten mit einem Haftbefehl wegen angeblicher Geldwäsche, Kinderpornografie und Verbindungen zu Terrororganisationen.

Wiesbaden. Das Bundeskriminalamt warnte am Donnerstag in Wiesbaden vor derartigen Briefen, die aktuell bundesweit versandt würden.

In dem Brief steht laut BKA, dass der oberste Gerichtshof in Istanbul ein Strafverfahren gegen den Empfänger führt. Auch läge ein gültiger Haftbefehl vor, der schon bei der deutschen Regierung eingereicht sei. Die Adressaten werden in dem Brief beschuldigt, für eine Firma "Soraplex" Geldwäsche zu betreiben, kinderpornografische Videos über das Online-Portal "Soraplex" zu verbreiten und Verbindungen zu Terrororganisationen zu unterhalten. Zudem werden sie zu einem angeblichen Gerichtstermin in Istanbul vorgeladen. Sollten sie nicht erscheinen, würde der Haftbefehl international in Kraft gesetzt.

Zusätzlich soll der Empfänger sofort eine Kaution in fünfstelliger Höhe bezahlen. Dem Schreiben ist eine Verschwiegenheitsverpflichtung beigefügt, die angeblich vom Bundeskriminalamt stammt. Der Adressat wird aufgefordert, sich umgehend telefonisch mit einem vermeintlichen BKA-Mitarbeiter in Verbindung zu setzen, um die Einzelheiten zu besprechen. Hierfür ist eine Telefonnummer aus Frankfurt am Main angegeben. Die Schreiben haben nach Angaben des BKA auf den ersten Blick einen seriösen Anschein. Empfänger sollten nicht reagieren und bei einem eventuellen Anruf sich nicht in ein Gespräch verwickeln lassen.

dpa

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