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Ausbau der Erdwärmeanlagen stockt

Umwelt Ausbau der Erdwärmeanlagen stockt

In Hessen stockt der Bau oberflächennaher Erdwärmeanlagen. Im laufenden Jahr werden nur etwa 400 neue Anlagen errichtet. Das seien 100 Erdwärmeanlagen weniger als 2011 und 1000 weniger als im Rekordjahr 2006, teilte das Landesamt für Umwelt und Geologie am Montag in Wiesbaden mit.

Wiesbaden. Insgesamt fördern etwa 7000 Anlagen Erdwärme zum Heizen oder Kühlen. Den Rückgang führen die Experten auf das Vordringen von Luftwärmepumpen zurück. Diese lieferten zwar weniger Wärme, bei der Anschaffung entfalle aber die teure Doppelbohrung bis in etwa 100 Meter Tiefe.

Erdwärme steht überall und jederzeit, unabhängig von Wind, Wetter und Sonneneinstrahlung zur Verfügung. Bei den Bohrungen muss das Grundwasser geschützt werden, darauf achten die Behörden besonders. Die Geothermiebranche klagt über ständig wachsende Auflagen. Auch spektakuläre Fehlschläge wie die missglückte Bohrung am hessischen Finanzministerium in Wiesbaden 2009 haben in Sicht des Umweltamtes zu Auftragsrückgängen geführt.

dpa

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