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"Arisierung": 170 Immobilien gingen an die Stadt Frankfurt

Geschichte "Arisierung": 170 Immobilien gingen an die Stadt Frankfurt

Allein die Stadt Frankfurt ist in den Jahren 1933 bis 1945 Besitzerin von rund 170 Häusern oder Grundstücken geworden, die zuvor jüdischen Bürgern gehörten.

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Die Villa Kennedy in Frankfurt am Main, die zu NS-Zeiten «arisiert» wurde.

Quelle: Fabian Sommer

Frankfurt/Main. Eine entsprechende Liste befindet sich im Frankfurter Institut für Stadtgeschichte. Dabei dürfte es sich aber nur um einen Teil der Objekte handeln, die jüdische Eigentümer im Zug der so genannten Arisierung verkaufen mussten - häufig weit unter dem tatsächlichen Wert.

Viele Geschäftsleute und Unternehmer, die so an den Betrieb eines bisherigen Konkurrenten gelangten, profitierten doppelt: Die Konkurrenz war verringert, und das eigene Geschäft zu einem günstigen Preis ausgebaut.

Nachdem jüdische Eigentümer bereits nach 1933 "freiwillig" ihre Häuser und Geschäfte verkauften, um etwa eine Emigration zu finanzieren, wurden Juden vom November 1938 an systematisch aus dem Wirtschaftsleben vertrieben. Die bis dahin noch bestehenden Betriebe wurden zwangsweise nichtjüdischen Eigentümern übergeben oder aufgelöst.

dpa

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