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Aphorismen als Lichtinstallation mit Laufbuchstaben

Kunst Aphorismen als Lichtinstallation mit Laufbuchstaben

Eine Lichtinstallation aus 96 Rechtecken auf dem Campus Lichtwiese der Technischen Universität Darmstadt zieht seit Mittwoch die Blicke auf sich. Binäre Codes und Buchstaben laufen als Leuchtschrift über die Ostfassade des Gebäudes, das auf einer ganzen Etage den Hochleistungsrechner beherbergt.

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Lichtinstallation an der TU Darmstadt.

Quelle: Andreas Arnold

Darmstadt. "HLR Lichtenberg 1" heißt das Werk der Künstlerin Karwath+Todisko alias Inna Wöllert (44). Es bezieht sich in mehrerer Hinsicht auf den Universalgelehrten Georg Christoph Lichtenberg (1742-1799) aus Ober-Ramstadt bei Darmstadt.

Der riesige Computer selbst trägt den Namen des Mathematikers und Experimentalphysikers. Binärcodes sind die Grundlage der Rechenprozesse. "Ein toller Namen für einen Computer", sagte die Darmstädter Künstlerin am Mittwoch. Was im Inneren des Gebäudes geschehe, habe sie außen sichtbar machen wollen. Die Buchstaben bilden zugleich Sätze und Text-Fragmente aus Lichtenbergs "Sudelbüchern". Mit den in diesen Notizheften festgehaltenen Sinnsprüchen und Gedanken gilt der Südhesse als Begründer der Aphorismen in Deutschland.

Der Text wiederhole sich auf ihrer Installation erst nach 24 Stunden wieder, sagte die Künstlerin. Die Originalsprache habe sie so angepasst, dass sich die Sätze auch lesen und merken ließen. "Das Lesen wird einem aber nicht einfach gemacht." Anders als im Buch müsse sich der Betrachter die Sätze erst erschließen. Karwatth+Todisko ist überzeugt: "Lichtenberg hätte seine Freude am Internet gehabt." Denn er habe in seinen Sudelbüchern auch über Alternativen zum Druck geschrieben.

dpa

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