Volltextsuche über das Angebot:

-2 ° / -8 ° wolkig

Navigation:
Antiker Pferdekopf bleibt Zankapfel

Archäologie Antiker Pferdekopf bleibt Zankapfel

Der Streit um einen wertvollen Bronze-Pferdekopf aus der Römerzeit beschäftigt auch mehr als ein Jahr nach dem ersten Gerichtstermin die Justiz. Noch immer gehe es um ein Gutachten, das den Wert des archäologischen Fundstückes bestimmen soll, sagte ein Sprecher des Landgerichts Limburg.

Voriger Artikel
Mann wegen tödlicher Messerattacke vor Gericht
Nächster Artikel
Große Umstellung: Kassel sortiert Bus und Bahn neu

Der bei Ausgrabungen entdeckte Pferdekopf einer römischen Reiterstatue.

Quelle: Arne Dedert/Archiv

Limburg/Wiesbaden. Die Streitparteien könnten dazu noch Einwendungen erheben. Eine Expertin hatte den Wert der Skulptur zuletzt auf 1,6 Millionen Euro geschätzt.

Das Land Hessen streitet sich mit einem Landwirt aus Lahnau (Lahn-Dill-Kreis) um den Wert des Stückes. Vor bald neun Jahren, im August 2009, war die Skulptur auf dem Grundstück des Mannes entdeckt worden. Fachleute sprachen von einem Sensationsfund. Nach der damaligen Rechtslage steht dem Grundstückseigentümer die Hälfte des Wertes als Entschädigung zu.

Bei der Verhandlung vor dem Landgericht Limburg im Dezember 2016 hatte der Richter einen Vergleich über rund 500 000 angeregt. Das Land hat diesem nach Angaben des Kunstministeriums zugestimmt. Doch der Kläger habe abgelehnt. "Im Anschluss bat das Land Hessen Ende 2017 um ein weiteres Ergänzungsgutachten", teilte das Ministerium weiter mit. Wann es in dem Fall weitergeht, ist noch offen: Nach Angaben des Gerichts gibt es noch keinen neuen Verhandlungstermin.

dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Panorama