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Anrainerkonferenz kritisiert Genehmigung für K+S

Umwelt Anrainerkonferenz kritisiert Genehmigung für K+S

Die Werra-Weser-Anrainerkonferenz hat die Genehmigung für den Düngemittelhersteller K+S zur weiteren Versenkung von Salzabwässern kritisiert.

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K+S darf weiter Salzabwässer in Gesteinsschichten pressen. Archivfoto: Uwe Zucchi

Witzenhausen. Die Anlieger-Interessen würden missachtet, sagte der Vorsitzende Walter Hölzel am Donnerstag in Witzenhausen laut einer Mitteilung. Dass die neue Genehmigung zur Laugenversenkung zunächst im Jahr 2015 enden solle, könne die betroffenen Anrainer nicht beruhigen. Zu häufig seien dem Unternehmen Genehmigungen scheibchenweise erteilt worden.

Hölzel sagte, das Hessische Landesamt für Umwelt und Geologie habe als zuständige Behörde zuletzt dringend vor einer Fortsetzung der Versenkung gewarnt, weil eine Vernichtung von Trinkwasservorkommen nicht auszuschließen sei. In der Gemeinde Gerstungen sei etwa schon eine konkrete Versalzung des Trinkwasser zu befürchten.

Das Regierungspräsidium (RP) Kassel hatte am Mittwoch verkündet, dass K+S vier weitere Jahre Salzabwässer in mehrere Hundert Meter tiefe Gesteinsschichten pressen dürfe. Die Menge wurde allerdings auf 18,4 Millionen Kubikmeter begrenzt. Das Unternehmen wollte grünes Licht für zehn Jahre und 46 Millionen Kubikmeter.

Die Anrainerkonferenz zeigte sich mit den Beschränkungen unzufrieden. 2012 und 2013 dürfe das Unternehmen 30 Prozent mehr versenken als beantragt, im Vier-Jahres-Zeitraum sei es ein Plus von 15 Prozent. Das RP Kassel habe damit sein „Soll übererfüllt".

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