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Angeblicher Magier: Verteidigung will Freispruch

Prozesse Angeblicher Magier: Verteidigung will Freispruch

Im Berufungsverfahren gegen einen selbst ernannten Magier in Kassel will die Verteidigung eine Haftstrafe in einen Freispruch umwandeln. Das kündigte der Rechtsanwalt des Angeklagten zum Prozessbeginn vor dem Landgericht am Dienstag an.

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Das Justizgebäude mit dem Landgericht in Kassel.

Quelle: Uwe Zucchi/Archiv

Kassel. Möglich ist aber ein Kompromiss: Der angeklagte 69-Jährige könnte seine Berufung auf eine Überprüfung des Strafmaßes beschränken und dem psychisch angeschlagenen Opfer eine erneute Aussage ersparen. Im Gegenzug könnte er dann mit einer milderen Strafe rechnen.

Der selbst ernannte Magier und Wahrsager soll über Jahre hinweg eine heute 56-jährige Frau ausgebeutet haben: Die Erbin eines Millionenvermögens war nach mehreren Schicksalsschlägen psychisch schwer angegriffen. Das habe der Wahrsager ausgenutzt, ihr gedroht und hohe Geldbeträge für Schutzrituale gegen böse Mächte angenommen. Die Frau endete als Sozialfall und erstattete für einen Teil der Beträge, 205 000 Euro, Anzeige. Wegen Wuchers in 28-Fällen wurde der Magier im Jahr 2015 zu dreieinhalb Jahren Haft verurteilt.

dpa

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