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Hessen Andrea Ypsilanti bleibt in Landespolitik
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18:16 03.05.2012
Andrea Ypsilanti will in der Landespolitik bleiben. Quelle: Fredrik von Erichsen/Archiv
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Wiesbaden

Ähnlich hatte sie sich auch am Vorabend in der ZDF-Talkshow "Markus Lanz" geäußert. Die Politikerin vom linken SPD-Flügel sagte, sie wolle sich als Abgeordnete um den Kontakt zu außerparlamentarischen Bewegungen kümmern.

"Mein Herzblut hängt an der Frage von Arbeit, Wachstum und Energie", sagte sie der Zeitung. Allerdings sind dies die Themen, mit denen sich auch der neue SPD-Vorsitzende und designierte Spitzenkandidat Thorsten Schäfer-Gümbel für 2013 profilieren will. Ypsilanti sieht aber keine Konkurrenz. "Wir kommen uns dabei nicht ins Gehege", sagte sie der dpa. Man werde gemeinsam Wahlkampf machen. Schäfer-Gümbel äußerte sich am Donnerstag nicht.

Ypsilanti hatte sich 2008 zur Ministerpräsidentin einer rot-grünen Regierung wählen lassen wollen. Dabei zählte sie auch auf Stimmen der Linken, obwohl sie dies zuvor im Wahlkampf ausgeschlossen hatte. Vier SPD-Abgeordnete verweigerten Ypsilanti die Gefolgschaft, so dass die CDU an der Regierung blieb. Nach dem Debakel übernahm Schäfer-Gümbel den Vorsitz in Partei und Fraktion. Ypsilanti saß im Landtag in der dritten Reihe und äußerte sich nicht zur Landespolitik.

Sie sei aber parteiübergreifend viel in anderen Bundesländern unterwegs gewesen, habe Vorträge gehalten, sagte Ypsilanti. Mit Wissenschaftlern, Gewerkschaftern und Politikern von SPD, Grünen und Linkspartei hat sie ein "Institut Solidarische Moderne" gegründet.

Es habe Überlegungen über einen Wechsel in den Bundestag gegeben, bestätigte Ypsilanti. "Es gab viele Menschen, die überlegt haben, wo ich eine Rolle spielen könnte. Der Bundestag war eine Option." In ihrer Heimat Frankfurt sei aber für 2013 kein Wahlkreis frei, die Abgeordneten Gregor Ammann und Ulli Nissen treten wieder an. "Ich mache keine Kampfkandidatur gegen eine Genossin, die mir politisch nahe steht und die eine gute Arbeit macht", sagte Ypsilanti.

dpa

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