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AfD: Krisenpolitik ungerecht - Landesverband Hessen schaut nach vorn

Parteien AfD: Krisenpolitik ungerecht - Landesverband Hessen schaut nach vorn

Oberursel (dpa/lhe)- Die eurokritische Alternative für Deutschland (AfD) hat vor der Europawahl am 22. Mai ihr sozialpolitisches Profil geschärft. Spitzenkandidat und Bundespartei-Sprecher Bernd Lucke warf den etablierten Parteien am Freitag am Rande einer Veranstaltung der Hessen-AfD in Oberursel vor, in der Eurokrise eine "ausgesprochen ungerechte Politik" gemacht zu haben.

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Hatte viel zu kritisieren: Bernd Lucke.

Quelle: Jens Kalaene/Archiv

Die AfD wolle im Europawahlkampf ein Bewusstsein dafür schaffen, dass der Haftung der Bürger für die Bankenrettung entgegengewirkt werden müsse.

Die Opposition im Bundestag bezeichnete Lucke als "ausgesprochen schwach". Angesichts des "Triumphgeheuls der Regierung" nach der Rückkehr Griechenlands an den Kapitalmarkt am (gestrigen) Donnerstag habe er eine kritische Reaktion von Linken und Grünen vermisst. "Die einzige Partei, die gegen die Politik der etablierten Parteien aufbegehrt, ist die AfD", sagte Lucke. Schließlich sei mit dem Verkauf einer Staatsanleihe in Höhe von rund drei Milliarden Euro noch lange nicht die Rückkehr der Kreditwürdigkeit Griechenlands erreicht worden.

Derweil ist in der AfD Hessen von den Querelen der vergangenen Monate laut Landesparteisprecher Gunther Nickel nichts mehr zu spüren. Vielmehr wolle die Landespartei bis zum Herbst in mehr als 20 Arbeitsgruppen ein landespolitisches Vollprogramm auflegen und den Blick bis auf die Kommunalwahlen 2016 richten. "Wir sind also nicht mehr nur mit uns selbst beschäftigt", sagte Nickel.

Erst Anfang des Jahres war es nach wochenlangem Personalgezerre zum Eklat gekommen, als die hessische AfD Medienvertreter von ihrem Landesparteitag ausgeschlossen hatte.

dpa

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