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Hessen Ärzte fordern Frauen vor Schwangerschaft zu Masernimpfung auf
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10:24 02.11.2014
Bad Hersfeld

Besonders bei in den 1970er und 1980er Jahren geborenen Frauen sei zum Teil nur unzureichend geimpft worden. "Wer nicht zweimal gegen Masern geimpft wurde, sollte dies dringend nachholen", sagt Verbandssprecher Ulrich Fegeler. Gefordert seien auch Frauenärzte, die ihre Patientinnen frühzeitig aufklären und den Impfstatus klären sollten. Nur durch eine Mutter mit Impfschutz ist auch ein Neugeborenes in den ersten Monaten gegen die hochansteckende Infektionskrankheit geschützt.

Das Schicksal einer fehlenden Impfung hat die vierjährige Aliana aus dem osthessischen Bad Hersfeld getroffen. Sie leidet deshalb an der chronischen Maserngehirnentzündung SSPE. Die Krankheit ist eine Spätfolge einer Maserninfektion und verläuft immer tödlich. "Das Kind wird das Jahresende möglicherweise nicht mehr erleben", sagt ihr Kinderarzt Georg J. Witte.

dpa