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53-Jähriger soll Spitzenpolitiker beleidigt haben

Amtsgericht Korbach 53-Jähriger soll Spitzenpolitiker beleidigt haben

Ein 53-Jähriger Nordhesse muss nun mit einer Geldstrafe rechnen. Der Mann aus Diemelsee soll zwei Spitzenpolitiker verunglimpft haben und muss sich deshalb vor dem Amtsgericht Korbach verantworten.

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Ein Mann aus Diemelsee soll den Bundestagsabgeordneten Cem Özdemir (Bündnis 90/Die Grünen) beleidigt haben.

Quelle: Paul Zinken

Korbach. Den damaligen Ministerpräsidenten von Schleswig-Holstein, Torsten Albig (SPD), soll der Angeklagte 2017 in einer E-Mail, in der er dessen Asylpolitik auf das Schärfste kritisiert, als „Volksverräter“ bezeichnet haben. 

„Ich bete, dass Cem (...) ein Messer in den Hals bekommt"

Den Bundestagsabgeordneten Cem Özdemir von den Grünen soll er im gleichen Jahr in einer E-Mail wie folgt verunglimpft haben (die Fehler im Original wurden von der Redaktion korrigiert): „Ich bete und hoffe, dass Cem, genau wie der Polizist in Hannover, ein Messer in den Hals bekommt. Danach kann er dann über Multikulti schwadronieren und den anderen 90 Prozent der Menschen das Leben erklären“. Torsten Albig und die Grünen hatten daraufhin Anzeige erstattet.

Mann gibt vor, sich an E-Mails nicht erinnern zu können

Gegenüber Richter Karl-Heinz Kalhöfer-Köchling gab der 53-Jährige, der sich selbst verteidigte, zu, dass die E-Mailadresse des Absenders mit seiner eigenen übereinstimme. Dass er die Mails auch selbst geschrieben habe, daran könne er sich allerdings nicht erinnern. „Die könnten von mir sein, ich weiß es aber nicht mehr. Ich habe 10 000 E-Mails zu diesem Thema geschrieben“, sagte der 53-Jährige, der darauf hinwies, dass mehrere Menschen einen Zugang zu seinem Account hätten.

Welche Personen dies seien, dazu wollte der Angeklagte keine Angaben machen.Der Prozess wurde daraufhin erst einmal vertagt, damit die Polizei weitere Ermittlungen unternehmen und die Frage klären kann, wer der Absender der E-Mails war. Auf die Frage des Angeklagten, wie hoch die Geldstrafe bei einer Verurteilung in etwa sei, sagte Richter Kalhöfer-Köchling. „Das richtet sich nach Ihrem Einkommen. Da Sie im Hartz-IV-Bezug sind, wären das am Ende 600 Euro.“

von Philipp Daum

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