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18 Fälle der Viruserkrankung FSME in Hessen im Jahr 2017

Gesundheit 18 Fälle der Viruserkrankung FSME in Hessen im Jahr 2017

An der durch Zecken übertragenen Viruserkrankung FSME sind in Hessen im vergangenen Jahr 18 Menschen erkrankt. In diesem Jahr wurde bislang noch kein Fall gezählt, wie das Sozialministerium in Wiesbaden auf Anfrage mitteilte.

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Impfung gegen den durch Zecken übertragenen FSME-Virus.

Quelle: Stephan Jansen/Archiv

Wiesbaden. 2017 bewegte sich die Fallmenge damit in etwa auf dem Niveau der meisten Vorjahre. 2016 waren es laut einer Datenbank des Robert-Koch-Instituts (RKI) 19 Fälle, 2015 lediglich zwölf und 2014 ebenfalls 18. Von einer Häufung von Fällen in bestimmten Gegenden Hessens kann laut Ministerium wegen der geringen Gesamtzahlen nicht gesprochen werden.

FSME heißt mit ganzem Namen Frühsommer-Meningo-Enzephalitis. Die Krankheit kann einhergehen mit grippeähnlichen Symptomen und bis zu Entzündungen des Gehirns, der Hirnhäute sowie der Nervenbahnen und -wurzeln führen. Das Risiko einer Infektion besteht dem RKI zufolge vor allem in Süddeutschland, Risikogebiete liegen überwiegend in Baden-Württemberg, Bayern und Südhessen. In Hessen sind es die Landkreise Marburg-Biedenkopf, Main-Kinzig, Offenbach, Groß-Gerau, Darmstadt-Dieburg, Bergstraße und Odenwald sowie die Städte Offenbach und Darmstadt. Gegen FSME kann man sich vorbeugend impfen lassen.

Deutlich häufiger kommt die ebenfalls von Zecken übertragene Borreliose vor. Hierfür gibt es in Hessen anders als in einer Reihe anderer Bundesländer keine Meldepflicht, so dass hierzu keine Zahlen vorliegen. Bei der Borreliose gelangen durch Zeckenstiche Bakterien (Borrelien) in den menschlichen Körper, die dann zu Infektionen führen können. Möglich sind Nervenschmerzen, Herzprobleme bis hin zu Lähmungserscheinungen bei einer chronischen Neuro-Borreliose.

dpa

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