Volltextsuche über das Angebot:

29 ° / 14 ° wolkig

Navigation:
15 Jahre Haft für Schwerverbrecher Wolf gefordert

Prozesse 15 Jahre Haft für Schwerverbrecher Wolf gefordert

Im Prozess gegen den Schwerverbrecher Thomas Wolf vor dem Wiesbadener Landgericht hat die Staatsanwaltschaft 15 Jahre Haft gefordert.

Wiesbaden . Wolf soll eine Wiesbadener Bankiersgattin entführt und zwei Banken überfallen haben. Bei der Entführung im März 2009 erpresste der geständige 58-Jährige 1,8 Millionen Euro. Die Anklage zeigte sich nach dem neunmonatigen Verfahren am Dienstag überzeugt, dass er sich in drei Fällen der schweren räuberischen Erpressung sowie des erpresserischen Menschenraubs schuldig gemacht hat.

Unter anderem habe Wolf im März 2009 die Frau eines leitenden Bankangestellten entführt und die Millionensumme von deren Mann erpresst. Zudem muss Wolf nach Ansicht der Staatsanwaltschaft für die beiden Banküberfälle büßen, die er in Hamburg und Eindhoven in den Niederlanden verübt haben soll. Bei diesen Überfällen bedrohte er die Angestellten mit einer Bombenattrappe und erbeutete zusammen mehr als 360 000 Euro. Wolf hat die Taten gestanden.

Staatsanwältin Maria Klunke sprach von «akribisch geplanten Taten». Dem Angeklagten warf sie vor, mit massiver krimineller Energie vorgegangen zu sein. Wolf sei «durch und durch kriminell».

Der nach einem Zeckenbiss an Borreliose erkrankte Wolf war während des ganzen Verfahrens nur eingeschränkt verhandlungsfähig gewesen.

Voriger Artikel
Nächster Artikel