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13 Jahre nach Raubserie: Unternehmer von Vergangenheit eingeholt

Prozesse 13 Jahre nach Raubserie: Unternehmer von Vergangenheit eingeholt

Knapp 13 Jahre nach einer Serie von Raubüberfällen ist ein heute 39 Jahre alter Unternehmer von seiner Vergangenheit eingeholt worden. Vor dem Landgericht Frankfurt muss er sich deshalb seit Mittwoch auf der Anklagebank verantworten.

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Frankfurt/Main. Er gab zu, an den Überfällen auf Geschäfte und eine Bank mitgewirkt zu haben. Mitte 1999 waren ein Juwelier im Landkreis Gießen, eine Postagentur in Frankfurt sowie eine Bankfiliale in Wetzlar überfallen worden - die Beute soll sich umgerechnet auf insgesamt mehr als 300 000 Euro summiert haben.

Weil er nicht unmittelbar an den Überfällen beteiligt war, sondern nur im Vorfeld die Lage ausgekundschaftet hatte, war die Polizei lange nicht auf den Angeklagten gekommen. Während er zwischenzeitlich mit Erfolg gegen seine Drogensucht vorging und ein eigenes Trockenbauunternehmen gründete, wurden zunächst die beiden Haupttäter zu elf und zehn Jahren Haft verurteilt.

In einem dieser Prozesse legte ein Komplize im vergangenen Jahr jedoch eine Art „Lebensbeichte“ ab und nannte den Unternehmer als Mittäter. Aufgrund seiner guten Entwicklung hofft der 39-Jährige auf eine Bewährungsstrafe. Die Strafkammer will jedoch noch einige Zeugen hören, um sich von der Entwicklung seiner Persönlichkeit ein Bild machen zu können. Am kommenden Freitag soll der Prozess fortgesetzt werden.

dpa

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