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Rechtstipp Auto muss nicht immer langsam an Zebrastreifen heranfahren
Mehr Auto & Verkehr Rechtstipp Auto muss nicht immer langsam an Zebrastreifen heranfahren
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11:19 27.03.2015
An einen Zebrastreifen muss ein Autofahrer langsam heranfahren. Das gilt allerdings nur, wenn der Fußgänger die Absicht deutlich macht, den Zebrastreifen auch zu nutzen. Quelle: Patrick Seeger
Stuttgart

Das teilt die Arbeitsgemeinschaft Verkehrsrecht des Deutschen Anwaltvereins (DAV) mit und verweist auf eine Entscheidung des Oberlandesgerichts (OLG) Stuttgart (Az.: 1 Ss 358/14).

In dem verhandelten Fall war ein Fußgänger auf einem Zebrastreifen von einem Auto verletzt worden. Das Amtsgericht Sigmaringen verurteilte den Autofahrer unter anderem wegen fahrlässiger Körperverletzung. Dagegen wehrte sich der Autofahrer. Die Richter am OLG gaben ihm teilweise Recht. Ein Autofahrer müsse nur dann langsamer an einen Zebrastreifen heranfahren, wenn ein Fußgänger erkennbar den Zebrastreifen nutzen will. Das hatte das Amtsgericht aber nicht festgestellt. Auch hätte es klären müssen, ob der - zum Unfallzeitpunkt alkoholisierte - Fußgänger eine Mitschuld trage.

dpa