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Marburg Zwischen Revolution und Mauerfall
Marburg Zwischen Revolution und Mauerfall
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19:41 03.11.2009
Darinka Ezeta Batres in einer Szene der „german stage service“-Produktion „Der Flug des Papageien. Das Stück wird auch an diesem Wochenende gespielt. Quelle: Veranstalter

Marburg. Ausgangspunkt der „german stage service“-Produktion, die am Freitag erstmals im Theater im g-werk zu sehen war, ist das Jahr 1959 – Geburtsjahr der kleinen Milagros und der großen kubanischen Revolution. Während die junge Kubanerin in einem Dorf bei ihrer Großmutter aufwächst, beißt sich Guerillaführer Ernesto „Che“ Guevara für die Revolution in den Wäldern Boliviens durch. Obwohl sich das Mädchen und der Revolutionär nie kennenlernen, verbindet sie doch mehr als ihre bloße Herkunft. Denn beide kämpfen für etwas, aus Überzeugung und mit ungebrochener Willensstärke.

Nach dem Tod Che Guevaras wird Milagros zu ihrer Tante nach Havanna geschickt. In der Schule dort hört sie zum ersten Mal von dem kubanischen Revolutionär und fühlt sich fortan mit ihm verbunden. Auf der Suche nach den Spuren ihrer Mutter reist Milagros, stets begleitet von ihrem „Tier-Geist“, einem Papageien, nach Mexiko. Dabei trifft die junge Frau immer wieder auf Orte und Menschen, die in Verbindung mit dem Revolutionsführer stehen, wie beispielweise einen ehemaligen Medizinerkollegen.

Angetrieben vom Glauben an den Sozialismus geht sie schließlich Ende der 80er Jahre nach Ost-Berlin, kurz bevor die Mauer fällt. Trotz oder gerade durch die minimalistisch gehaltene Bühnenausstattung, bestehend aus einem Stuhl und vier Leinwänden, gelang es den Schauspielerinnen Darinka Ezeta Batres und Sinaya Sanchis, das Publikum mit auf eine Ort- und Zeitreise über die Berge Kubas, durch den mexikanischen Regenwald bis nach Deutschland zu nehmen.
Die nächsten Aufführungen des Stücks finden am Freitag, 6. November, und Samstag, 7. November, jeweils ab 20.30 Uhr im Theater im g-werk statt.

von Karo Krämer

Mehr zu diesem Thema lesen Sie in der Printausgabe der OP.

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