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Zwei Top-Agenten buhlen um eine Frau

OP-Vorpremiere Zwei Top-Agenten buhlen um eine Frau

Tom Hardy und Chris Pine umgarnen Reese Witherspoon. Dummerweise kommt ihnen dabei in „Das gibt Ärger“ der schießwütige Til Schweiger gehörig in die Quere.

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Mit Herz und Knarre: Tom Hardy muss als Tuck vor allem für Action sorgen.

Quelle: 20th Century Fox

Marburg. Wenn zwei Kerle dieselbe Frau wollen, endet das im Kino fast zwangsläufig im Komischen. So auch in „Das gibt Ärger“.

Tuck (Tom Hardy) und FDR (Chris Pine) sind Top-Agenten und Freunde für’s Leben. Diese Freundschaft soll auch durch die Liebe der beiden zur schönen Lauren (Reese Witherspoon) nicht gestört werden – sagen sie zunächst.

Doch dann kämpfen die Zwei durchaus mit unlauteren Mitteln. Was einigen Witz garantiert.

Zum Witz kommt Action. Denn ein deutscher Schurke namens Karl Heinrich (Til Schweiger) betritt das Schlachtfeld der tobenden Gefühle. Er sorgt für mörderische Zwischenspiele höchst blutiger Art. Und genau da gerät der romantisch angehauchte Filmspaß ins Stolpern. Regisseur McG gelingt es nämlich nicht, die Balance von Action, Romantik und Humor perfekt auszubalancieren. Je länger sich die Geschichte hinzieht, umso angestrengter wirkt der Witz, manche Gefühlsregung aufgesetzt und jeder Anlass für Action zu konstruiert.

Vor zwölf Jahren schuf der als Musikvideo-Spezialist bekannt gewordene McG mit der Kinoversion der legendären TV-Serie „Drei Engel für Charlie“ einen Überraschungserfolg. Damals war die Story jedoch klarer und logischer. In „Das gibt Ärger“ mutet die Geschichte zu sehr an den Haaren herbeigezogen an.

Fans der Hauptdarsteller können sich dennoch amüsieren. Schließlich macht Oscar-Preisträgerin Reese Witherspoon wie immer eine ausgesprochen gute Figur. Der englische Charakterschauspieler Tom Hardy, der jüngst erst im Edel-Thriller „Dame, König, As, Spion“ brilliert hat, und Chris Pine dürfen neben ihr vor allem ihre Muskeln spielen lassen. Das sorgt für einige wirklich komische Momente.

Til Schweiger steht zwischen den Stars als Bösewicht ebenfalls durchaus gut da. Allerdings ist seine Rolle eher klein. Eingeschworene Til-Schweiger-Anhänger dürften sich übrigens angesichts dieser Liebesgeschichte mit Hindernissen gern an Schweigers „Keinohrhasen“ erinnern. Doch in „Das gibt Ärger“ fehlt die Herzenswärme – wohl deshalb fallen die Mängel so ins Gewicht.

von Peter Claus

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