Volltextsuche über das Angebot:

27 ° / 8 ° heiter

Navigation:
Zwei Stammkünstler nebeneinander

Ausstellung Zwei Stammkünstler nebeneinander

Die Galerie Schmalfuß bietet ihren beiden Stammkünstlern Roland Deleau und Stefan Hoenerloh Raum für ihre Gemälde.

Voriger Artikel
Listen sind Grundlage für Theatertext
Nächster Artikel
Gisela stiehlt Ralf Schmitz die Show

Roland Deleau mit Wein und Gemälde.

Quelle: Rüdiger Oberschür

Marburg. Zumindest mit den Künstlern ist es wie eine Begegnung mit alten Bekannten. Vier Einzelausstellungen hat Michael Schmalfuß in seiner Galerie bereits mit dem Berliner Maler Roland Deleau (Jahrgang 1955) realisiert.

Drei waren es schon mit Stefan Hoenerloh, der, in den 60er Jahren geboren, sein Berliner Atelier seit 2000 in einer Weberei-Villa auf der Halbinsel Stralau eingerichtet hat.

Zwei Stammkünstler also, die Galerist Michael Schmalfuß unter dem Motto „Saturday Night“ zusammengefasst hat. Allerdings eher, weil die Vernissage im bereits zehnjährigen Galeriebetrieb erstmalig an einem Samstagabend stattfand.

In diesem Fall treffen nun zwei konträre Bildwelten aufeinander. Auf der einen Seite der Baselitz- und Lüpertz-Schüler Deleau, dessen farbintensive Landschafts- und Stadtdarstellungen wie ein totaler Gegenentwurf zur ästhetischen Feier des Grau bei Hoenerloh wirken. Deleaus Landschaften „Am Teich“ oder „Büchsenlicht“ sind ebenso neo-impressionistisch wie surreal. Bei Deleaus „Ur-Wald“ von 2000 gewinnt man den Eindruck, das Motiv schäle sich so ganz nebenbei aus einem Chaos von Linien, Schleifen und Farbflächen. Regelrecht dazwischen hängt eine „Akte Guantanamo“, worauf ein gläsern anmutender, auf der Chaiselounge sitzender Barack Obama entsprechende Papiere durchgeht.

Im Verhältnis zu Deleaus Farbmelodien entsteht so ein spannungsvoller Kontrast. „Im Sujet der gegenständlichen Malerei kann es vielleicht nicht gegensätzlicher sein“, erklärte Michael Schmalfuß in seiner Einführungsrede und dürfte damit durchaus Recht behalten.

Die Galerie Schmalfuß hat geöffnet dienstags bis freitags von 10 bis 13 und von 15 bis 18.30 Uhr sowie samstags von 10 bis 16 Uhr.

von Rüdiger Oberschür

Mehr lesen Sie am Mittwoch in der gedruckten OP.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Kultur