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Marburg Zwei Künstler, zwei Stile, zwei Biografien
Marburg Zwei Künstler, zwei Stile, zwei Biografien
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17:51 04.09.2014
Michael Schmalfuß (Mitte) präsentiert Werke von Thomas Kitzinger (rechts) und Martin Vosswinkel. Im Hintergrund ist ein Gemälde von Kitzinger zu sehen.Foto: Marcus Hergenhan
Marburg

Beide wurden von Galerist Michael Schmalfuß in der Ausstellung „Farbe, Licht, Sein“ zusammengeführt, die noch bis zum 11. Oktober besucht werden kann.

Auch in ihren Werken unterscheiden sich die beiden Künstler deutlich. Kitzinger zeigt Bilder von Vasen und Pflanzen, die nur auf den ersten Blick wirklichkeitsgetreu wirken, in Wahrheit aber entweder bewusst überzeichnet und verfremdet sind, oder aber die Grenzen zwischen Hintergrund und Vordergrund in Frage stellen. „Für mich ist es ein besonderer Reiz zu sehen, was die Betrachter dann in den Bildern eigentlich erkennen“, erklärt der Künstler, der kürzlich Sylvia von Metzler porträtierte.

Die Arbeiten Vosswinkels gehen einen ganz anderen Weg. Er steuert elektrisch gestützte Werke mit leuchtenden Linien bei und bereicherte die Ausstellung darüber hinaus mit bespannten Bildern. „Ich nehme eine Leinwand mit großflächigen Farbelementen, wobei eine Farbe dominiert und bespanne diese anschließend mit einem Gitter in der Hauptfarbe. Dadurch wird die Arbeit ganz bewusst unscharf.“ Michael Schmalfuß und sein Team sind stolz auf das Zusammenwirken der Kunstwerke.

Die Inspiration lauert auch für den seit 1982 aktiven Kitzinger heute noch an jeder Ecke, so dienten für das besonders großflächige Kakteengemälde die eigenen Pflanzen im Atelier als Vorlage.

Für die beiden Studentinnen Franziska Debus und Johanna Watsch war es der erste Besuch in der Galerie. „Ich bin jahrelang an den großen Schaufenstern vorbei und hatte mir einen Besuch immer vorgenommen, das war längst fällig,“ meinte die angehende Kunsthistorikerin Watsch bei der Eröffnung.

Die Ausstellung ist noch bis 11. Oktober in der Galerie Schmalfuß, Steinweg 33, zu sehen; geöffnet Dienstag bis Freitag von 10 bis 13 Uhr und 15 bis 18.30 Uhr, Samstag von 10 bis 16 Uhr.

von Marcus Hergenhan

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