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Marburg Zukunft der Marburger Filiale ungewiss
Marburg Zukunft der Marburger Filiale ungewiss
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12:55 30.05.2018
Steht das Postbank-Finanzcenter in Marburg auf der Streichliste der Bank? Dazu macht das Unternehmen keine konkrete Angaben. Quelle: Philipp Lauer
Marburg

Vergangene Woche war bekanntgeworden, dass die Bank einen massiven Filialabbau anstrebt. „Am Ende werden es deutlich über 100 in diesem Jahr sein“, sagte Postbank-Vorstandsmitglied Susanne Klöß der „Bild am Sonntag“.

Auf einer internen Streichliste, die der Zeitung eigenen Angaben zufolge vorliegt, seien allein 72 über ganz Deutschland verteilte Standorte aufgeführt: von Albstadt (Baden-Württemberg) bis Zwickau (Sachsen). Nordrhein-Westfalen sei mit 21 Schließungen am stärksten betroffen.

Die Filialschließungen laufen demnach seit Februar und sollen bis Ende 2018 abgeschlossen sein. Viele der betroffenen Filialen gelten nach Informationen der „Bild am Sonntag“ als unrentabel. Der Großteil der Mitarbeiter sei von der Deutschen Post ausgeliehen und gehe dorthin zurück.

„Unsere Mitarbeiter wechseln zu anderen Standorten, jeder bekommt eine Anschluss-Beschäftigung“, sagte Klöß der Zeitung. Sie kündigte an: „Wir schließen nicht nur, wir eröffnen auch. Bis Mitte 2019 entstehen insgesamt 50 neue Vertriebscenter, in denen wir auch Beratung für Wertpapiere und Baufinanzierung anbieten. 25 dieser Center gibt es bereits.“

Postbank gehört Deutscher Bank

Die Postbank gehört komplett der Deutschen Bank und wird demnächst mit deren Privatkundengeschäft zusammengelegt. Klöß sagte dazu, die ­Filialschließungen hätten mit dem Thema Deutsche Bank nichts zu tun, sondern seien Teil der langfristigen Strategie.

Doch wie schaut es mit dem Standort der Postbank in Marburg aus? Diese befindet sich in der Marburger Bahnhofstraße, das Gebäude wird landläufig „Hauptpost“ genannt. Alexander Adler, Abteilungsleiter der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, teilt der OP auf Anfrage mit, die Postbank „überprüft ihr Filialnetz kontinuierlich hinsichtlich seiner Wirtschaftlichkeit und Optimierungsmöglichkeiten.

Wunsch der Kunden nachkommen

Sofern wir in Bezug auf einzelne Filialen zu dem Schluss kommen, dass ein Betrieb nicht nachhaltig wirtschaftlich ist, wägen wir unsere Optionen sorgfältig ab“. Diese reichten demnach von Formatänderungen am spezifischen Filialstandort über Zusammenlegungen bis hin zu Schließungen. „Ein wichtiger Entscheidungsfaktor dabei ist, dass wir dem Wunsch unserer Kunden nach einem engmaschigen Kontaktpunkte-Netz weiterhin nachkommen können“, so Adler.

Falls es Veränderungen an Filialstandorten geben sollte, werde man „über die uns zur Verfügung stehenden Kanäle zunächst unsere Kunden vor Ort informieren“ – aus diesem Grund könne er zum jetzigen Zeitpunkt keine Aussage zum Standort Marburg treffen.

von Andreas Schmidt
 und unserer Agentur