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Marburg Das erwarten Studenten von ihrer Zeit in Marburg
Marburg Das erwarten Studenten von ihrer Zeit in Marburg
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00:18 13.10.2018
Lena (von links), Sascha, Jenny und Selina beginnen ein Studium in Marburg und lernen sich gerade kennen. Quelle: Beatrix Achinger
Marburg

Die vier haben sich für den Studiengang „Deutsche Sprache und Literatur“ am Fachbereich Germanistik und Kunstwissenschaften entschieden. Vorträge, Stundenplanbasteln, Erstsemester-Party, eine Stadt-Rallye, eine Nachtwanderung und Info-Veranstaltungen stehen in dieser Woche als Orientierungseinheit (OE) auf ihrem Plan.

Und alle vier bringen ganz ­verschiedene Hintergründe und Motivationen mit in ihr Studium an der Philipps-Universität Marburg.

Die 22-jährige Jenny hat bereits eine Ausbildung als Erzieherin absolviert. Jetzt möchte­ sie noch einen draufsetzen: „Ich bin gerne Erzieherin, wollte aber auch mein Interesse für die Sprache ausleben und meine Zukunftsaussichten verbessern“, erzählt sie.

Für die 18-jährige Selina ist es das erste Studium und sie hat klare Vorstellungen: „Ich möchte gerne in den Bereich Journalismus gehen und ich glaube, dass ein Studium am Fachbereich Germanistik für mich das Richtige ist.“

Ein alter Hase an der Hochschule ist der 27-jährige Sascha, der schon seit sechs Jahren in Marburg lebt. Er studierte bereits Philosophie. Der Wechsel zu „Deutscher Sprache und Literatur“ sei für ihn eine Bauchentscheidung gewesen, denn interessiert habe er sich nach der Schule für beide Fachrichtungen. In Marburg fühlte sich der 27-Jährige schon immer wohl: „Es ist eine junge, frische Stadt, man findet sich schnell zurecht“, weiß er.

Jenny fügt hinzu: „Die Oberstadt ist sehr schön und alles hat eine nette, freundliche Wirkung.“ Zwar sind alle irgendwie durch Zufall nach Marburg gekommen, alle aber auch sehr glücklich mit ihrer Entscheidung.

„Germanisten sind Generalisten“

In ihrem Studium freut sich Jenny besonders auf die Seminare und den Austausch mit ihren Kommilitonen. Von der Größe sei die Erstsemester-Gruppe wie eine große Klasse, keine 40 Studenten. Nach ihrem Studium könne sich Jenny vorstellen, als Lektorin zu arbeiten, aber alle vier betonen: „Germanisten sind Generalisten. Wir sind nicht auf ­einen Beruf gepolt.“

Jenny kommt ursprünglich aus Landau, Sascha ebenfalls aus Rheinland-Pfalz, nämlich aus dem Westerwald. Selina kommt aus der Nähe von Bad Hersfeld und Lena aus der Nähe von Kassel.

Aus ihrer Heimat will die 21-jährige Lena pendeln. Alle anderen haben bereits Unterkünfte in Marburg gefunden.

Für Jenny ist eine Wohngemeinschaft nichts Neues, wohnt sie doch schon seit zwei Jahren in WGs. Selina ist aufgeregter, sie zieht zum ersten Mal mit neuen Leuten zusammen.

Im Studium steht für die vier jetzt erst mal deutsche Sprache, neuere deutsche Literatur und ältere deutsche Literatur auf dem Plan.

Zusammen haben sie gerade ihre neuen Universitätsgebäude­ erkundet, von der Philosophischen Fakultät über die ehemalige Klinik in der Deutschhausstraße bis zum Hörsaalgebäude. „Wenn man offen ist, ist das gerade in den ersten Tagen eine gute Voraussetzung“, sagt Jenny, die froh ist, Lena, Selina und Sascha schon kennengelernt zu haben.

von Beatrix Achinger