Volltextsuche über das Angebot:

23 ° / 12 ° Regenschauer

Navigation:
Wo Rapunzel auf Graf Dracula trifft

1. Marburger Hörtheater-Sommer Wo Rapunzel auf Graf Dracula trifft

Im vergangenen Jahr lockte „Dracula“ hunderte Besucher zum Kaiser-Wilhelm-Turm auf den Lahnbergen. In diesem Jahr findet dort das erste Hörtheaterfestival statt.

Voriger Artikel
Ein filmreifer Spaß
Nächster Artikel
Unfall auf der B 3: Alkohol im Spiel?

Der Kaiser-Wilhelm-Turm ist genau der richtige Ort für das Märchen „Rapunzel“: Franziska Knetsch lässt dort ihr Haar herab.Foto: Dennis Jagusiak

Marburg. Als der Marburger Schauspieler Daniel Sempf im Jahr 2009 gemeinsam mit Kollegen vom Hessischen Landestheater die Hörtheatrale ins Leben rief, war dies noch ein kleines, spannendes Projekt. Spannend ist es geblieben, ganz so klein ist die Hörtheatrale aber längst nicht mehr: Das Repertoire ist mit den Erfolgen gewachsen: Die Sherlock-Holmes-Klassiker „Der Hund von Baskerville“ und „Das gefleckte Band“ sind beim ersten Marburger Open-Air-Hörtheater-Sommer ebenso im Angebot wie der Horrorklassiker „Dracula“ und - ganz neu im Grimm-Jahr - der Märchenklassiker „Rapunzel“. Das Märchen, in Szene gesetzt für Kinder ab vier Jahren, hat am kommenden Freitag, 3. August, um 17 Uhr Premiere.

Das Hörtheatrale-Team wächst seit 2009 ständig: Mit dabei sind neben Gründer Daniel Sempf inzwischen die Schauspieler Markus Klauk, Thomas M. Held, Franziska Knetsch und Christine Reinhardt. Durchweg Profis also, die allein mit ihren Stimmen und kleinen Gesten den Texten Leben einhauchen.

Nur vier Notenpulte und etwas Licht brauchen die Darsteller. Hinzu kommen Lichteffekte und aufwändig gestaltete Klanglandschaften, wie man sie aus Hörspielen kennt: Quietschende Türen, Perdegetrappel, Eulengeschrei - was man eben so braucht, um einen Horror- oder einen Krimiklassiker in Szene zu setzen, dass aus einem Text Kino für den Kopf wird.

Inzwischen gibt es sogar Bühnenbilder. Verantwortlich dafür zeichnet die Marburger Kunstwerkstatt Waldkobold.

Das, was der Zuschauer live erlebt, ist also nur ein Teil der aufwändigen Inszenierung. Im Vorfeld tüftelt Ben Streibig oft monatelang an den Klanglandschaften, der Marburger Gitarrist Stefan Kissel komponiert Musik und Daniel Sempf macht aus den Romanvorlagen spielbare Fassungen.

Gar nicht so einfach war dies bei „Rapunzel“: Es ist ein kleiner, kurzer Text. Daraus hat Daniel Sempf eine dramatische, spielbare Fassung gemacht - mit Dialogen und einer Geschichte, die über das Märchen hinausgeht.

Allmählich erobert sich die Marburger Hörtheatrale auch überregional einen guten Ruf. Zuletzt war das Ensemble mit Sherlock Holmes in Rüsselsheim zu Gast und demnächst geht es ebenfalls mit den Krimi-Produktionen zur SherloCon, dem Sherlock-Holmes-Festival ,in die Eifel. „Und schon jetzt“, sagt Sempf, „liegen Anfragen für das kommende Jahr vor“.

Service:

Der Open-Air-Hörtheater-Sommer wird am Freitag, 3. August um 17 Uhr mit der Premiere des Märchens „Rapunzel“ eröffnet. Weitere Aufführungen sind am 5., 7., 9., 10. und 11. August jeweils ab 16.30 Uhr

„Das gefleckte Band“ ist am 3., 5. und 7. August jeweils ab 21 Uhr zu erleben.

„Der Hund von Baskerville“ steht am 8. und 9. August um 21 Uhr auf dem Programm.

„Dracula“ geistert am 10. und 11. August jeweils ab 21 Uhr rund um den Turm.

Karten im Vorverkauf gibt es in der OP-Geschäftsstelle im Schlossberg-Center, bei MTM, im Antiquariat Roter Stern oder unter www.diehoertheatrale.de sowie an der Abendkasse.

Bei Vorlage eines entsprechenden Ausweises erhalten Schüler und Studenten, Freiwilligendienstler, Azubis und Stadtpassinhaber Karten zum ermäßigten Eintrittspreis. Das Kontingent ermäßigter Karten ist begrenzt.

Shuttle-Bus: Die Hörtheatrale bietet den Service eines Shuttle-Busses an (im Ticketpreis inbegriffen). Abfahrt ist immer Haupteingang des Hessischen Landestheaters, Am Schwanhof 68–72. Abfahrtzeit: 1. Fahrt- eine Stunde vor Vorstellungsbeginn.

Kontaktnummer bei Problemen: 0179/90 19537.

von Uwe Badouin

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Marburg