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„Wir werden durchnässt bis auf die Herzhaut“

Theaterstück über Deportation Marburger Juden „Wir werden durchnässt bis auf die Herzhaut“

Innerhalb von neun Monaten, zwischen dem 8. Dezember 1941 und dem 6. September 1942 wurden alle noch in Marburg und dem Landkreis Marburg lebenden Juden in Ghettos und Vernichtungslager im Osten deportiert. german stage service hat darüber ein Theaterstück gemacht

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Rolf Michenfelder (links) hat das Stück über die Deportation der Marburger Juden inzseniert.Foto: german stage service

Marburg. Die Transporte führten zuerst in das Sammellager in Kassel und von dort im Dezember 1941 nach Riga, im Juni 1942 nach Lublin und Sobibor und im September 1942 nach Theresienstadt. Nur wenige der Deportierten überlebten.

Am 6. September jährt sich die dritte Deportation zum 70. Mal. Aus diesem Anlass entstand die Inszenierung „Wir werden durchnässt bis auf die Herzhaut“, das die freie Marburger Theatergruppe german stage servive am Freitag und Samstag, 7. und 8. September, jeweils ab 20 Uhr im Theater im g-werk, Afföllrwiesen 3, zeigt.

Die Materialien und Recherchen der Marburger Geschichtswerkstatt und die Listen mit den Namen der Deportierten aus dem Marburger Raum dienen dem Ensemble als Ausgangspunkt für eine Spurensuche.

„Wir werden durchnässt bis auf die Herzhaut“ sei ein Abend über die Möglichkeiten und Grenzen der Vorstellungskraft, ein Abend über Erinnerung, ein Abend über die Frage nach dem „Wie“ und dem „Woran“, teilte die Theatergruppe mit.

Da ist das kleine Mädchen, dem man alle seine Kleidchen übereinander anzieht. Mitten im Sommer. Da ist die Liebe einer jungen Frau, die mit 17 Jahren ihr letztes Gedicht schreibt.

Und wie heißt es in den Briefen die aus dem Zugfenster geworfen werden: „Noch sind wir nicht am Ziele angelangt und wissen nicht, wie es heißt und wo es ist, aber wir fahren gen Osten der Sonne entgegen.“

Reservierungen unter 06421/62582 oder kontakt@germanstageservice.de

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