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Werk mit reichen Klangfarben

Kantorei Werk mit reichen Klangfarben

Die Kantorei Marburg-Land führt am Samstag in Cölbe „Der Messias“ von Georg Friedrich Händel in der Bearbeitung von Wolfgang Amadeus Mozart auf. Am vergangenen Wochenende wurde konzentriert in Niederweimar geprobt.

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Die Vorbereitungen der Kantorei für die Aufführung des Messias sind mit einem Probenwochenende in Niederweimar in ihre „heiße Phase“ eingetreten.

Quelle: Manfred Schubert

Niederweimar. „Wenn das Ganze Gestalt annimmt, wenn es allmählich Musik wird, macht es immer mehr Spaß“, sagte Dorothee Schneider aus Wetter. Sie ist eine der etwa 70 Sängerinnen und Sänger der Kantorei Marburg-Land, die seit Dezember 2008 die 20 Chöre aus Georg Friedrich Händels Oratorium „Der Messias“ in der Bearbeitung von Wolfgang Amadeus Mozart einstudieren.

Einmal monatlich wurde bisher gemeinsam geübt, am vergangenen Wochenende fand im evangelischen Gemeindezentrum in Niederweimar eine anstrengende zweitägige Kantoreiprobe statt, bei der Christiane Kessler, Bezirkskantorin des Kirchenkreises Marburg-Land, dem Chor sozusagen den letzten Schliff vor der kommenden Generalprobe mit Orchesterbegleitung verlieh. Das ehrgeizige Projekt lässt sich nur mit großem Engagement verwirklichen. „Es geht nur mit einem exakten Probenplan und viel Selbstdisziplin. Die Sänger müssen zu Hause eigenständig vor- und nachbereiten“, erläuterte die Kantorin, aber der Chor komme recht gut mit allem zurecht.

Im Dezember 2003 hatte Kessler als erstes Konzert, nachdem sie Bezirkskantorin geworden war, ebenfalls in Cölbe den Händel-Messias im Original aufführen lassen. „Es hat mich vor allem wegen der reichen Klangfarben gereizt, das Oratorium in der Mozart-Fassung aufzuführen“, sagte sie. Jetzt, anlässlich zweier Jubiläen, ist es soweit: im 250. Todesjahr von Händel feiert die evangelische Gemeinde Cölbe den Bau ihrer Kirche vor 50 Jahren. „Händel hat es bewerkstelligt, die Bibelstellen so umzusetzen, dass man tonmalerisch viel erkennen kann. Wenn von Schafhirten die Rede ist, erklingt eine Idylle, oder wenn es heißt, ‚Ihr Schall ging aus in jedes Land’, schwingen die Töne auf und ab.

von Manfred Schubert

Mehr zu diesem Thema lesen Sie in der Printaugabe der OP.

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