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Wenn Macht einsam macht

"Macbeth" am Hessischen Landestheater Wenn Macht einsam macht

Er ist noch immer der Größte und unerreicht: William Shakespeare. Und sein „Macbeth“, seine letzte und kürzeste Tragödie aus dem Jahr 1606, ist bis heute aktuell. Es geht um Macht, Gier, Aufstieg, Sturz und Wahnsinn. Premiere ist am 22. September im Fürstensaal.

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Marburg. Der Königsmörder Macbeth und seine Frau Lady Macbeth sind grandiose Rollen für Schauspieler: Hier der von Gewissensbissen geplagte Mörder, der zum Massenmörder wird, um seine Tat zu vertuschen, ein Getriebener seiner Taten. Dort die ehrgeizige Lady Macbeth, die ihre Chance zum Aufstieg sieht, nachdem drei Hexen ihrem Mann nach einer großen Schlacht prophezeit haben, er werde bald der König sein. Sie ist es, die nicht warten will, die den Mordplan an König Duncan entwirft, die anfangs die Fäden zusammenhält, dann aber Stück für Stück zerbricht.

Martin Maecker spielt König Macbeth, Franziska Knetsch seine Frau Lady Macbeth. Umgeben sind sie von Mördern und Feinden, die in wechselnden Rollen von Stefan A. Piskorz, Jürgen Helmut Keuchel, Charles Toulouse und den Gästen Michael Köckritz und Benedikt Keller gespielt werden.

Zu sehen ist die Tragödie über maßlose Machtgier, über Ehrgeiz, über Mord, Schuld und Sühne im Fürstensaal des Landgrafenschlosses, der allein durch seine prächtige Kulisse wie geschaffen scheint für dieses große, zeitlose und ungeheuer finstere Stück, das seit seiner Uraufführung 1606 am Hof Jakobs I. von England auf Spielplänen von Theatern in der ganzen Welt steht.

Die Premiere am Samstag um 19.30 Uhr ist schon lange ausverkauft. Für die weiteren Aufführungen in der kommenden Woche gibt es dagegen noch Karten.

Regie führt Frank Panhans, der nach seinem Schauspielstudium in Leipzig unter anderem am Berliner Grips-Theater und am Theater in Görlitz auf der Bühne stand.

Zunehmend aber führt der Mitbegründer des Berliner Theaters des Lachens auch Regie - etwa am Berliner Grips Theater, am Düsseldorfer Schauspielhaus und am Staatsschauspiel in Dresden.

Am Grips-Theater zeichnete er verantwortlich für die Uraufführung von „Pünktchen und Anton“, am Theater der Jugend brachte er „Märchenherz“ auf die Bühne und für seine Inszenierung „Cengiz und Locke“ erhielt er den Faust-Theaterpreis.

„Macbeth“ ist seine erste Regiearbeit in Marburg. Sie richtet sich bewusst auch an Jugendliche ab 14 Jahren.

Er will ein sich anfangs liebendes Paar zeigen, das zunehmend ins Zentrum eines Alptraums rückt.

Premiere hat Macbeth am Samstag um 19.30 Uhr im Fürstensaal des Landgrafenschlosses. Weitere bisher terminierte Aufführungen sind 25., 26. und 30. September sowie am 2. und 3. Oktober jeweils um 19.30 Uhr.

von Uwe Badouin

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