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Welcher Student wird Revoluzzer?

Theater Welcher Student wird Revoluzzer?

In ihrer neuen Sommerproduktion probt Theater Gegenstand die Revolution am Schloss. „Vorabend - vom Mut aufzustehen“ heißt das Stück, das am 13. August Premiere hat.

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Tobias Kloes schlüpft in die Rolle des Studenten Julius und begegnet Regina Guiwan, die ein Model spielt. Foto: privat

Marburg. Ein Student, Tratschweiber, Polizisten, durchgeistigte Professoren, ein Spielmann, Spieß- und Wutbürger bevölkern das Sommerprojekt von Theater Gegenstand. Nach Moby Dick und der Odyssee auf der Lahn in den vergangenen Jahren begibt sich das Spektakel „Vorabend - vom Mut aufzustehen“ an den Schlossberg, für einen neuen Blick auf alte Fragen.

Vom Schloss hinunter bis zur Stadtkirche werden die Zuschauer an Orte geführt, die sonst der Öffentlichkeit nur selten zugänglich sind. Sie begleiten dabei in Gruppen einen Studenten aus dem Jahr 1848, der hier seinen letzten Abend verbringt, bevor er zur Revolution in Baden aufbricht. Doch handelt es sich nicht um ein Historienstück. Der Student trifft auf verschiedenste Menschen aus unterschiedlichen Zeiten und am Ende des Abends sind sicher geglaubte Wahrheiten stark erschüttert.

Doch unterschiedliche Charaktere treffen unterschiedliche Entscheidungen. Jeweils um 19.30 Uhr, 20 Uhr und 20.30 Uhr wird jeden Abend Aufführungsbeginn sein und jede Zuschauergruppe wird den Abend ein wenig anders erleben. Drei verschiedene Studenten mit verschiedenen Persönlichkeiten werden mit den gleichen Situationen konfrontiert und individuell bestimmen, ob sie Revolutionäre werden. So werden die Aufführungen selbst zu individuellen Ereignissen und die ganze Geschichte ist nicht mit einem Mal erzählt.

Wie würde man selbst handeln? Würde man Widerstand gegen die Obrigkeit leisten? Würde man zur Revolution gehen? Vor einer Bank demonstrieren? Am Ende gar eine Waffe in die Hand nehmen?

Oder ist das was für Träumer? Sind das nur Flausen? Kann dadurch überhaupt etwas geändert werden oder führt das nicht erst recht in die Katastrophe?

Theater Gegenstand nimmt seine Gäste mit auf einen Ritt durch Aufruhr und Wandel, durch die Zeiten und die Fragen, die immer gleich bleiben und doch unterschiedlich beantwortet werden.

Bürgermeinung trifft auf Gelehrtentheorie, internetsüchtige Jugendliche parlieren mit schlauen Models, alte Frauen lassen kein gutes Haar an niemandem und zu guter Letzt muss ein junger Mann sich entscheiden.

Verantwortlich für Idee und Regie zeichnet ein Dreier-Team aus Inga Berlin, Stefan Blix und Willi Schmidt, der schon die erfolgreichen Stücke um das Wirtshaus an der Lahn in der Waggonhalle inszeniert hat.

Am Ende der Aufführung lädt Theater Gegenstand noch in eine kleine Kneipe im Kerner der Stadtkirche, um beim Blick über Marburg mit Snacks und Getränken den Abend ausklingen zu lassen.

Da jeden Abend maximal 60 Zuschauer die Studenten an ihrem letzten Abend begleiten können, empfehlen die Theatermacher, die Karten im Vorverkauf zu erwerben. Der Vorverkauf hat bereits begonnen.

Die Premiere: beginnt am Montag 13. August, um 19.30 Uhr, 20 Uhr und 20.30 Uhr auf dem Parkplatz vor dem Landgrafenschloss. Das Stück dauert etwa 100 Minuten ohne Pause und ist bis zum 19. August zu sehen. Karten sind erhältlich bei der Tourismus & Marketing GmbH, Pilgrimstein 26, in der Kneipe Rotkehlchen in der Waggonhalle oder im Internet unter www.theater-gegenstand.de oder www.reservix.de .

Von Heike Döhn

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