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Weihnachtszeit ohne Paragraphen

Arbeitsgericht Weihnachtszeit ohne Paragraphen

Ganz ungewöhnlich präsentierte sich der Sitzungssaal 1 des Marburger Arbeitsgerichts am Morgen des 24. Dezember: Gemütliche Kissen, Weihnachtsschmuck, fremdländische Klänge und Gebäck erwarteten die Zuhörerschar.

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Philipp Layer (von links), Arbeitsgerichtsdirektor Hans Gottlob Rühle und Harfenspieler Matthias Rülke.

Quelle: Troltenier

Marburg. Zu hören gab es Geschichten vom Hirten im Feld, den die Sehnsucht packt, oder vom wilden Wolf, der auf seine alten Tage zahm wird, aber auch von der Liebe im fernen Schottland. Vergnüglich und facettenreich gestalteten der Erzählkünstler Philipp Layer und Harfenspieler Matthias Rülke das „Warten auf Weihnachten im Arbeitsgericht“.

„Dieser Raum ist ganz anders, als alle Gerichtsräume, von denen man je gehört hat“, begann Philipp Layer eine der fantasievoll improvisierten Geschichten. „Hier gibt es viele, viele Bilder und eine Uhr. Hier gibt es Kultur, die sich nicht per Paragraph und Dekret verordnen lässt. Und hier gibt es vielleicht eine einzige kleine Spinne, die sich unbemerkt hinter dem Lieblingsbild des Arbeitsgerichtsdirektors versteckt hat.“ Immer wieder gelang es dem Erzählkünstler, Groß und Klein in seinen Bann zu ziehen. Hier wurde gespannt gelauscht, dort ein Wunschgedanke eingeworfen: Der Künstler spann seine Geschichten fort.

Er erzählte vom verzauberten Adventskalender, von der spannenden Begegnung des Jesuskindes mit einem Floh, von einer Bombennacht in Berlin, von Geduld, Liebe und der Hoffnung, die durch gemeinsames Singen entstehen kann.

von Dr. Imke Troltenier

Mehr zu diesem Thema lesen Sie in der Dienstagsausgabe der OP.

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