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Wehmut beim Anfang vom Ende

Arbeitsgericht Marburg Wehmut beim Anfang vom Ende

Unter dem Motto „Sag zum Abschied leise servus“ hat das Kunst-Forum Arbeitsgericht den Anfang seines Endes eingeläutet. Damit endet eine Ära.

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Ausstellungseröffnungen im Arbeitsgericht sind immer gut besucht. Zur ersten von zwei Abschiedsausstellungen war das Gericht überfüllt.

Quelle: Andreas Arlt

Marburg. „Ich habe immer gesagt, dass das Unterhaltungsprogramm im Arbeitsgericht das beste in Marburg ist“, scherzte Hans Gottlob Rühle angesichts der großen Menschenmenge, die sich am Freitag dicht an dicht in Fluren und den Räumen drängten.

Mit der Eröffnung der Ausstellung „Sag zum Abschied leise Servus“ läutete der Direktor des Arbeitsgerichts den vorletzten Abschnitt eines Ortes ein, der sich in 13 Jahren neben seiner eigentlichen Funktion als Gerichtsgebäude zu einer Institution der regionalen Kunstszene entwickelt hat.

Dem ersten „Abschiedsaufruf“ folgten fast 500 Menschen, so dass sich auch einige der Künstler, um die es ja eigentlich ging, einen Stehplatz auf dem Flur suchen mussten. Die Hauptrolle übernahm einer, der sonst die Rolle des engagierten Strippenziehers übernommen hatte, um der Kunst wie den Künstlern eine angemessene Bühne zu schaffen.

Seinen Humor hat der Kunstliebhaber Rühle nicht verloren, auch wenn mit dem absehbaren Umzug des Gerichts auch der Ausstellungsort seine Türen schließen muss und für ihn eine „Herzensangelegenheit“ endet.

„Jeder der sie trägt, darf Mitglied im Verkehrs- und Verschönerungsverein werden“, sagte Hans-Christian Sommer beim Überreichen einer Krawatte als Abschiedsgeschenk. „Ich darf von Amtswegen nichts annehmen, was teurer als zehn Euro ist. Aber ich kenne ja die Stadt Marburg“, antwortete Rühle lachend.

„Sag zum Abschied leise Servus“ ist bis zum 7. Oktober zu sehen, geöffnet Montags bis Donnerstags von 8 bis 16 Uhr, freitags von 8 bis 14.30 Uhr.

von Andreas Arlt

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