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Marburg Timmermann leitet Notfallzentrum
Marburg Timmermann leitet Notfallzentrum
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16:59 16.02.2018
Klinikums-Geschäftsführer Dr. Gunther K. Weiß (großes Foto von links), Dr. Andreas Jerrentrup, ­Professor Lars Timmermann (beide Zentrum für Notfallmedizin), Professor Harald Renz (Ärztlicher Geschäftsführer Klinikum) und Markus Müller (Geschäftsführer DRK Mittelhessen) präsentierten das neue Konzept des Zentrums für Notfallmedizin. Quelle: Uni-Klinikum Marburg
Marburg

Mit Wirkung zum 1. Februar hat Professor Lars Timmermann neben der Leitung der Klinik für Neurologie auch die Leitung des Zentrums für Notfallmedizin übernommen. Als Direktor des Zentrums für Notfallmedizin wird er durch Dr. Andreas Jerrentrup, dem kommissarischen Leiter der Zentralen Notaufnahme (ZNA), unterstützt. Der bisherige Leiter der Notfallmedizin, Professor Clemens Kill, hatte zum 31. Januar das Uni-Klinikum Marburg verlassen und war an das Uni-Klinikum Essen gewechselt.

Für Timmermann, seit September 2016 als Direktor der Klinik für Neurologie in Marburg, verbinden sich mit der neuen Doppelrolle nun zwei berufliche Schwerpunkte. „Bereits während meiner Zeit am Uni-Klinikum Düsseldorf habe ich intensiv in der Zentralen Notaufnahme gearbeitet, später am Universitätsklinikum Köln eng mit der Notaufnahme kooperiert“, erläuterte Timmermann in einer Pressemitteilung des Klinikums.

Wichtigstes Ziel seiner neuen Tätigkeit sei es nun, die Prozesse und Abläufe nach innen und außen zu optimieren. Zudem möchte er sich besonders für die Ausbildung der künftigen Ärzte für die Notfallmedizin einsetzen sowie die enge Verflechtung mit der Forschung ­vorantreiben.

„Die Zentrale Notaufnahme ist ein Kristallisationspunkt für das Universitätsklinikum nach innen wie nach außen. Mit Timmermann haben wir einen Direktor für das Zentrum für Notfallmedizin gewonnen, der all diese Schnittstellen bestens bedienen wird“, teilte Professor Harald Renz, Ärztlicher Geschäftsführer des Marburger Uni-Klinikums mit. Renz zeigte sich zuversichtlich, dass Timmermann die für das Marburger Klinikum „extrem wichtige“ Zentrale Notaufnahme mindestens auf diesem Niveau weiterentwickeln werde.

Positives Zeichen für den Standort Marburg

Dafür sei es auch wichtig, dass Professor Timmermann auf gleicher Ebene mit den übrigen Klinikdirektoren agieren könne. Den Weggang von Kill sieht Renz mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Einerseits habe Kill in den vergangenen Jahren in der Notfallaufnahme des Klinikums etwas Besonderes aufgebaut, sagte Renz im Gespräch mit der OP.

Da sei es schon schade, dass er jetzt nach Essen gewechselt sei. Andererseits sei es auch ein positives Zeichen für den Standort Marburg, wenn Fachleute des Klinikums bundesweit gefragt seien.

Chef des Uni-Klinikums in Essen ist übrigens Professor Jochen Werner, der Vorgänger von Renz als Ärztlicher Geschäftsführer des Marburger Klinikums. Werner hatte in dieser Funktion in Marburg auch die Aufbauarbeit von Kill begleitet, die dieser seit 2011 in der Notfallmedizin auf den Lahnbergen leistete.

Auch in Essen wird Kill ähnlich wie in Marburg eine komplett neue Einheit in dem dort geplanten neuen Zentrum für Notfallmedizin aufbauen.

Parallel sei aber noch die Stelle des operativen Leiters der Zentralen Notaufnahme zu besetzen, betonte Renz auf Anfrage der OP.

Diese Position werde derzeit kommissarisch von Dr. Jerrentrup ausgefüllt, der zuletzt Stellvertreter von Professor Clemens  Kill war.

von Manfred Hitzeroth