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Marburg Walzerseligkeit und eine Prise Paprika
Marburg Walzerseligkeit und eine Prise Paprika
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18:52 03.01.2012
Miriam Sharoni wurde beim Biedenkopfer Neujahrskonzert nicht nur vom Publikum gefeiert, sondern erhielt auch Applaus vom Dirigenten Hermann Breuer. Quelle: Michael Arndt

Biedenkopf. „Von der Puszta an die Moldau“ lautete das Motto des Neujahrskonzertes in Biedenkopf. Und eigentlich hätte es heißen müssen: „Von der Puszta an die Moldau – und zurück“. Denn Hermann Breuer als dirigierender und charmant-humorvoll moderierender Reiseleiter führte die knapp 450 Zuhörer von Budapest über Prag und Wien in die ungarische Metropole zurück.

Das klug komponierte Programm bot einen repräsentativen Querschnitt durch den musikalischen Reichtum, den die bedeutenden Komponisten der Donaumonarchie hinterlassen haben. Zu hören waren ausschließlich Meisterwerke – meisterhaft musiziert von der Mährischen Philharmonie Olmütz, einem der erfolg- und traditionsreichsten Sinfonieorchester der tschechischen Republik. Da schwelgten die warm timbrierten Streicher, wahrten die Bläser bei allem mitreißendem Musikantentum immer die klangliche Kultur.

Und Breuer sorgte nicht nur für traumhafte Walzerseligkeit zum Beispiel in den „Sphärenklängen“ von Josef Strauß, sondern auch für ansteckendes Feuer in den Volkstänzen aus Bedrich Smetanas komischer Oper „Die verkaufte Braut“ und war im achten „Slawischen Tanz“ von Antonín Dvorák der schwedisch-israelischen Sopranistin Miriam Sharoni ein umsichtiger Begleiter.

von Michael Arndt

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