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WG mit explosiver Mischung

Kinostart WG mit explosiver Mischung

„Und wenn wir alle zusammenziehen?“ ist ein Film über das Altern. Erzählt wird jedoch kein Drama, sondern eine warmherzige Komödie mit Stars wie Geraldine Chaplin, Jane Fonda und Daniel Brühl.

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Von links: Pierre Richard, Guy Bedos und Claude Rich verkörpern die nicht ganz einfachen alten Herren. Foto: Pandora

Marburg. Ein Film über Altern, Tod und Krankheit. Eigentlich kein Thema, um einen kurzweiligen und erheiternden Kinoabend zu verbringen. Doch steckt man, wie es der französische Regisseur Stéphane Robelin es tut, fünf Rentner in eine schicke Wohngemeinschaft, entsteht Unterhaltungskino pur.

„Und wenn wir alle zusammenziehen“ ist eine Komödie, die sich durch viel Humor auszeichnet und vor allem durch ein hochkarätiges Casting, das manch kleine Schwächen ausgleicht. Fünf langjährige Freunde, allesamt Rentner, wollen nicht von ihren Kindern in Alten- und Pflegeheime abgeschoben werden und beschließen zusammenzuziehen.

Claude, der ewige Frauenheld, Annie, konventionell und bürgerlich, Jean der politische Aktivist, Jeanne, die Feministin, und Albert der Lebemann: Charaktere, die unterschiedlicher nicht sein können und für viel explosiven Stoff in der Wohngemeinschaft sorgen. Eigentlich funktioniert alles bestens, wären da nicht die Prüfungen und Probleme des Alters: erste Krankheiten, Schwierigkeiten mit Enkelkindern, Vergesslichkeit, nachlassende Libido.

Seine letztendliche Überzeugungskraft verdankt die Geschichte der Spitzenbesetzung: Geraldine Chaplin, Jane Fonda, Pierre Richard, Guy Bedos und Daniel Brühl, der einen jungen Mann spielt, der den Rentnern hilft.

Robelin ist es gelungen, aus der durchaus ernsten Problematik einen schönen Film über das Altern zu drehen.

von Sabine Glaubitz

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