Volltextsuche über das Angebot:

24 ° / 12 ° Gewitter

Navigation:
Vorweihnachtliche Arbeitsteilung

Jazz trifft Klassik Vorweihnachtliche Arbeitsteilung

Arbeitsteilung hieß es am Sonntagabend in der Waggonhalle bei den „Advent-ures 2013“ mit dem marburgjazzorchestra* (mjo) und dem Marburger Oktett.

Voriger Artikel
Glanz und Gloria im Advent
Nächster Artikel
Zu Gast im „süßen Zentrum Marburgs“

Das marburgjazzorchestra* (mjo) ließ es mit der Nutcracker-Suite krachen.Foto: Mareike Bader

Marburg. „Wir sind gebucht für die Abteilung Advent“, kündigte Hartmut Raatz vom Marburger Oktett den ersten Programmteil an. Scheinbar traditionell ging es los mit Liedern wie „Maria durch ein Dornwald ging“. Doch der Schein trog. In der Version von Heinrich Kaminski aus dem Jahr 1930 konnten die acht Sängerinnen und Sänger ihr Können unter Beweis stellen. Es folgte ein Auszug aus dem Magnificat von Jean Kleeb, das das Oktett im Januar 2012 uraufgeführt hatte. Hier unterstützte der Komponist und Chorleiter das Vokalensemble am Klavier.

Im zweiten Teil des Marburger Oktetts wurde es dann flotter mit Klassikern wie „Jingle Bells“, „White Christmas“ oder „Rudolph, The Rednosed Reindeer“. Wer allerdings in den vergangenen Jahren schon einmal bei einem der „Advent-ures“-Konzerte des mjo war, der war mehr Schwung gewöhnt. Es war eine interessante Idee, gemeinsam ein Konzert zu veranstalten, um sich damit einem breiteren Publikum vorzustellen. Aber der Unterschied war einfach zu groß zwischen dem mjo, das mit viel Spaß und Elan vom ersten Takt an loslegte, und dem Marburger Oktett, das technisch versiert und ernster auftrat.

Das mjo hatte sich für ihren Teil dieses Jahr mit der „Nutcracker Suite“ etwas ganz Besonderes einfallen lassen. Immer wieder überraschte die Jazzbearbeitung von Duke Ellington und Billy Strayhorn des berühmten Balletts „Nussknacker“ von Tschaikowsky. So übertrumpften die Jazz-Rhythmen beim Blumenwalzer „Danse of the Floreadores“ den Walzer-Takt. Beim Tanz der Zuckerfee „Sugar Rum Cherry“ wechselten sich bei der sonst sehr hohen Melodie Eugen Balzer am Tenor-Saxophon und Armin Weis am Bariton-Saxophon ab. Allerdings kamen die Musiker an manchen Stellen auch an ihre Grenzen. So wirkte der Wechsel der Stimmen beim Tanz der Rohrflöten „Toot Toot Tootie Toot“ mitunter chaotisch.

Erst bei der Zugabe „Winter Wonderland“ standen das mjo und das Marburger Oktett gemeinsam auf der Bühne. Davon hätte man sich gerne mehr gewünscht, doch nach einer Zugabe war leider schon Schluss.

von Mareike Bader

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Marburg