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Von Hörtheater zu Filmerfolg

Markus Klauk internationaler Erfolg Von Hörtheater zu Filmerfolg

Fans der „Hörtheatrale“ kennen ihn als Sherlock Holmes, 2009 war er „König Richard“ am Hessischen Landestheater. Kurz darauf drehte Markus Klauk den Film „Playtime“, der es in den Wettbewerb des „Sundance“-Festivals geschafft hat.

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Markus Klauk stand für den Film „Playtime“ mit Marylu Poolmann vor der Kamera.

Quelle: Privatfoto

Marburg. Ein schöneres Geschenk hätte er sich gar nicht wünschen können: Einen Tag vor seinem Geburtstag hat Markus Klauk erfahren, dass der Film „Playtime“ (Spielzeit), in dem er vor anderthalb Jahren eine der Hauptrollen spielte, im Januar beim renommierten „Sundance“-Festival in den USA laufen wird.

Die erste Reaktion, die man auf seinem „Facebook“-Profil nachlesen konnte, lautete schlicht und ergreifend: „Geil.“ Das ist durchaus steigerungsfähig: „Schweine-end-geil“, sagt er im Gespräch mit der OP.

Auch zwei Wochen später ist der Schauspieler immer noch völlig begeistert: „Das ist ein absolutes Highlight in meiner Karriere“, so Klauk.

Entstanden ist „Playtime“ im vergangenen Sommer als einer von insgesamt vier Kurzfilmen im Rahmen einer Sommerakademie in Köln – eine Koproduktion zwischen der dortigen Internationalen FilmSchule (ifs) und der University of California in Los Angeles (UCLA), einer der berühmtesten Filmhochschulen der Welt. Die Werke deutsch-amerikanischer Filmemacher der 1930er Jahre waren das Thema und den Titel „People on Sunday 2010“ hatten die Veranstalter an den Film „Menschen am Sonntag“ von Billy Wilder, Curt und Robert Siodmak, Fred Zinnemann und Edgar Ulmer aus dem Jahr 1930 angelehnt.

Klauk bewies beim Dreh indes echte Nehmerqualitäten: Gleich am ersten Tag war seine Kniescheibe lädiert und die weiteren drei Drehtage absolvierte er mit Bandage und zusammengebissenen Zähnen, erzählt der Schauspieler.

Er hätte nie gedacht, einmal etwas mit Amerika zu machen, sagt Markus Klauk. Aber nachdem er sich bei „Playtime“ sofort gut mit Regisseur Lucas Mireles verstand, haben die beiden verabredet, auf jeden Fall noch einmal zusammen zu arbeiten.

Nun hofft Markus Klauk, dass er auch vor Ort beim Festival dabei sein kann. Noch ist nicht klar, ob es mit einer Unterkunft dort klappt.  „Mega-aufregend“ findet er die ganze Geschichte aber so oder so.

Und auch für die weltberühmte UCLA ist es eine besondere Ehre, dass „Playtime“ für das Festival ausgewählt wurde: Seit zwölf Jahren sei es für die Film-Uni das erste Mal, das wieder einer ihrer Film im Wettbewerb laufe, sagt Klauk. Und was für ihn selbst noch kommt – wer weiß. „Vielleicht treffe ich Robert Redford ja im Skilift“, scherzt Klauk.

Wer den Schauspieler vor Ort erleben möchte, der hat am 22. Januar Gelegenheit dazu. Dann lösen er und Daniel Sempf als Sherlock Holmes und Dr. Watson zwei Fälle an einem Abend: „Die Hörtheatrale“ ist mit „Der Teufelsfuß“ und „Die tanzenden Männchen“ um 19 Uhr und um 20.30  Uhr im KFZ zu sehen.

von Nadja Schwarzwäller

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