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Von Händel zum Herrn der Ringe

Konzert Von Händel zum Herrn der Ringe

Das Gymnasium Philippinum präsentierte bei seinem traditionellen Weihnachtskonzert, das wegen der großen Nachfrage an zwei Abenden gegeben wurde, seine große Bandbreite.

Marburg. Von Barock bis Rock, von Jazz bis Filmmusik, gestrichen, geblasen und gesungen: Etwa 300 Akteure begeisterten circa 1700 Zuhörer an zwei Abenden in der Sporthalle der Kaufmännischen Schulen jeweils zweieinhalb Stunden lang mit ihrem Programm.

Die Besucher genossen musikalische Vielfalt und erhielten einen Einblick in die engagierte Arbeit, die von der Unterstufe an am Philippinum der Erzeugung von harmonischem Zusammenklang gewidmet wird und die im Vorjahr zum Sieg des Großen Orchesters beim 1. Hessischen Schulorchester-Wettbewerb führte.

Die Jüngsten eröffneten wie üblich das Konzert. Die Blockflöten und Streicherklassen der Jahrgangsstufen 5 und 6 spielten Weihnachtspotpourris, aber auch einen Calypso und die „Open String Samba“.

Das Kleine Orchester der Klassen 5 bis 7 unter Leitung von Alex Langenbach überraschte die Zuhörer. Unter Leitung von Alex Langenbach hatte es sich an Antonio Vivaldis „Vier Jahreszeiten“ gewagt und bot daraus den „Herbst“ und den „Winter“ dar.

Das Große Orchester, ab Klasse 8, unter Leitung von André Kutsch, präsentierte einen Teil des Programms seines Adventskonzerts, dass es bereits Anfang Dezember zusammen mit dem Chor in der Schlosskirche in Bad Homburg gegeben hatte. Die Einladung dazu war im Anschluss an den 1. Preis beim Schulorchesterwettbewerb erfolgt. Neben den Märschen aus Händels „Scipio“ und aus Wagners „Tannhäuser“ erklang das Allegro maestoso aus Ernst Sachses Concertino in B-dur. Dabei glänzte Linda Reinhardt, die des Musikunterrichts wegen von Wiesbaden nach Marburg ans Philippinum gekommen ist, mit herausragendem Solospiel auf der Posaune und erhielt rauschenden Beifall.

Druckvoll begrüßte die Big Band unter Leitung von Roland Knoke die Zuhörer nach der Pause mit James Browns „I got you“ und ließ es dann entspannt mit Stücken von Duke Elington und George Gershwin swingen.

Am Schluss singen alle ein Weihnachtslied

Ein Kontrastprogramm bot die Bläserklasse unter Leitung von Karl Reissig: Auf ein Weihnachtsmedley folgte die Rockhymne „We will rock you“ von Queen. Reissig dirigierte ebenfalls die Konzertband, die moderne Musik von Vangelis Hymne „Chariots of fire“ über Michael Jacksons „We are the world“ bis zur opulenten Filmmusik des Streifens „Herr der Ringe“ interpretierte.

Der erst in diesem Jahr anlässlich der Aufführung von „Carmen“ gegründete Kleine Chor bereicherte das Konzert unter Leitung von Antje Oliver mit „Puer natus in Bethlehem“ und „Hail holy Queen“ aus dem Film „Sister Act“ und leitete damit zum weihnachtlichen Schlussblock über.

Ein eindrucksvolles Bild bot sich, als Großer Chor und Kammerchor sich auf dem über 30 Meter breiten Podest hinter dem Kammerorchester und Drigent André Kutsch aufstellten. Akustisch führt dies zu guter Unterscheidbarkeit der einzelnen Stimmen. Birgit Fischer, Lena Schmidt und Carolin Lukasewitz sangen die Arien und Rezitative in den Teilen aus Johann Sebastian Bachs Weihnachtsoratorium und Händels Messias.

Der Kleine Chor sang beim sehr bewegenden und feierlichen Gloria in excelsis und Et in terra pax aus Bachs h-Moll-Messe mit, ebenso beim Choral „Ach mein herzliebes Jesulein“ aus dem Weihnachtsoratorium.

Zum traditionellen Finale mit „Psallite“ waren dann auch ehemalige Schüler zum Mitsingen auf der Bühne eingeladen. Und Zuhörer und Aufführende stimmten ganz zum Schluss alle gemeinsam das bekannte Weihnachtslied „Oh du fröhliche“ an.

Von Manfred Schubert

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