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Marburg Von Graf Öderland bis zu Herrn Bello
Marburg Von Graf Öderland bis zu Herrn Bello
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21:31 06.06.2010
Von links: GMD Carlos Spierer, Schauspieldirektor Matthias Schubert, Ballettdirektor Tarek Assam, Intendantin Cathérine Miville, Operndirektor Dieter Senft und Abdul M. Kunze, Leiter Kinder- und Jugendtheater. Quelle: Rüdiger Oberschür

Gießen. Unter das Motto „Klick“ haben Intendantin Cathérine Miville und ihr Team die nächste Spielzeit des Stadttheaters gestellt. "Klick" könne es überall machen, um einen Sachverhalt ins Zentrum der Aufmerksamkeit zu rücken oder den Horizont zu erweitern, so Miville. Und seit Anfang März das neue Kartenverkaufssystem im Internet „www.aufeinklickinstheater.de“ eingerichtet ist, könne ein Mausklick eben auch ganz einfach den Weg ins Theaterparkett ebnen, so Miville weiter.

Die kommende Spielzeit wird noch vor dem „Tag der offenen Tür“ am 29. August vom Philharmonischen Orchester eröffnet. Carlos Spierer wird am 24. August dirigieren, wenn Pianistin Olga Sheps, laut Spierer die "Upcoming Dame" am Klavier, Frédéric Chopins Klavierkonzert Nr. 1 in e-Moll op. 11 geben wird. Ergänzt wird das 1. Sinfoniekonzert mit einer Ouvertüre Luigi Cherubinis und Franz Schuberts fünfter Sinfonie in B-Dur. Bis Mai 2011 folgen acht weitere Sinfoniekonzerte sowie die gewohnten Solistenporträts und Kammerkonzerte.

Szenisch eröffnet die Schauspiel-Sparte die Saison. Titus Georgi wird mit Katja Wetzel (Ausstattung) und Parviz Mir-Ali (Musik) "Die Orestie" des Aischylos inszenieren. Premiere ist am 4. September im Großen Haus. Schauspieldirektor Matthias Schubert setzt auch diesmal wieder auf einen dreiteiligen Reigen, in dem er die "sehr heutigen Fragen" von Demokratie und Arbeitsgesellschaft diskutiert sieht. So folgt auf Aischylos am 8. Januar Max Frischs „Graf Öderland“ in der Regie von Dirk Schulz und am 16. April Sybille Bergs "Hauptsache Arbeit" in der Regie von Hermann Schein. Vorher jedoch wird Astrid Jacob Peter Shaffers dramatischen Genie-Krimi "Amadeus" inszenieren, Premiere ist am 30. Oktober.

Das Musiktheater unter der Leitung des neuen Operndirektors Dieter Senft startet mit der "Grossmütigen Tomyris" des deutschen Barockkomponisten Reinhard Keiser in die Spielzeit. Inszenieren wird Roman Hovenbitzer, für die musikalische Leitung wird Michael Schneider verantwortlich zeichnen. Dem antiken Stoff im barocken Gewand, 1717 am Hamburger Gänsemarkt-Theater uraufgeführt, folgt mit Franz Lehárs "Lustiger Witwe" am 27. November die leichte Muse. Dirigieren werden Herbert Gietzen und Jan Hoffmann, inszenieren hingegen Henry Arnold, der auch die Regie für den neuen Abend der "Schmachtigallen" mit dem Titel "Mann-O-Money – Schwarze Zahlen, schwarze Kassen und schwarze Schafe" besorgen wird. Premiere ist am 16. Oktober.

Das Tanztheater wird am 9. Oktober mit einem Gershwin-Abend "Vom Big Apple nach Paris" die Saison aufnehmen. Tarek Assam wird hierfür mit Philip Taylor choreographieren.

Das Kinder- und Jugendtheater unter Abdul M. Kunze wird wie gewohnt seinem Anspruch gerecht werden, alle Altersklassen vom Vorschul- bis ins Teenageralter abzudecken. Mit "Herr Bello und das blaue Wunder", einem Familienstück und dem diesjährigen Weihnachtsmärchen von Paul Maar und Ulrich Limmer, geht es für die Sparte am 11. November los. Inszenieren wird Kunze persönlich. Andreas Mihan wird im TiL "Platz für den König" erarbeiten, ein Kinderstück für alle ab vier Jahren von Peter Rinderknecht und Stephan Lichtensteiger. Bente Jonkers "Zerbrochener Schlüssel" für Kinder ab sechs Jahren und "Die Durstigen" von Wajdi Mouawad stehen ebenfalls noch auf dem Programm.

von Rüdiger Oberschür

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