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Vom alten Bach bis zu Phil Collins

Weihnachtskonzert des Gymnasiums Philippinum Vom alten Bach bis zu Phil Collins

Auch in diesem Jahr präsentierte das Gymnasium Philippinum sein traditionelles Weihnachtskonzert wegen der großen Nachfrage wieder an zwei Abenden: 1600 Besucher kamen ins Audimax der Philipps-Universität.

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Die Konzertband unter Leitung von Karl Reissig spielte Phil Collins „You’ll be in my
heart“ und Andrew Lloyd Webbers „The Phantom of the Opera“. Die Mitglieder des Kleinen Chores hatten sichtlich Spaß daran, das „Sesame street theme“ mit Hand-, Arm- und Körperbewegungen zu begleiten (oben). Das Große Orchester (links) spielte Werke von Mozart und Grieg.Fotos: Manfred Schubert

Quelle: Manfred Schubert

Marburg. Es war optisch wie akustisch ein eindrucksvolles Erlebnis für die mehr als 1600 Besucher, die am Samstag und Sonntag hunderte junger Musiker auf der Bühne des Audimax singen und spielen hörten. Immer wieder brandete jubelnder Beifall auf. Allein der Große Chor bestand aus 71 Sängerinnen und Sängern, und er wurde noch um den Kammerchor vergrößert, um das Te Deum für achtstimmigen Chor, Soli und Continuo von Felix Mendelssohn-Bartholdy klar, harmonisch und sehr bewegend zu präsentieren. Etliche der Chormitglieder sah man auch als Instrumentalisten in einem oder mehreren Ensembles, manche sogar mit verschiedenen Instrumenten, darunter mehrere „Jugend musiziert“-Preisträger.

Mitreißend eröffnete das Große Orchester unter Leitung von Alexander Meyer seinen Auftritt mit der Ouvertüre zu Wolfgang Amadeus Mozarts Oper „Figaros Hochzeit“. Gebannt verfolgten die Zuhörer danach das Andante aus Mozarts Sinfonia concertante mit Rota Shima an der Violine und Clara Verweyen an der Viola. Einen fröhlichen Abschluss bildeten die Norwegischen Tänze Nr. 2 und 3 von Edvard Grieg.

Musikalisch-fröhlich ging es vor allem auch bei den jüngeren Schülern zu. Die Konzertband unter Leitung von Karl Reissig spielte Phil Collins „You‘ll be in my heart“ und Andrew Lloyd Webbers „The Phantom of the Opera“. Als die Band das „Sesame street theme“ anstimmte, hatten die Mitglieder des Kleinen Chores sichtlich Spaß daran, diese mit Hand-, Arm- und Körperbewegungen zu begleiten.

Die Jüngsten hatten traditionsgemäß das Konzert eröffnet, das Kleine Orchester der Klassen 5-7 mit dem Marsch aus dem „Occasional Oratorio“ von Georg Friedrich Händel. Streicher- und Bläserklassen, Kleiner Chor und Kleines Orchester spielten gemeinsam verschiedene Weihnachtslieder.

Vor der Pause des über zweieinhalbstündigen Konzerts gab es einen Überraschungsbeitrag des Musik-Leistungskurses. Die mit goldenen Lorbeerkränzen geschmückten Abgänger des kommenden Jahres wollten nicht auf die sonst von den Streicherklassen gespielte „Open String Samba“ verzichten und präsentierten diese mit musikalischem Humor.

Das Kammerorchester brachte eine sehr schön gelungene Interpretation der Orchestersuite Nr. 2 in h-Moll für Flöte und Orchester von Johann Sebastian Bach, die Flöte spielte Johanna Hamann.

Die mit elf Jungen und einer Pianistin besetzte Big Band ließ es kurz vor Schluss unter anderem mit Herbie Hancocks „Watermelon Men“ swingen und brachte mit Woody Hermans „Woodchopper’s Ball“ so manchen Fuß zum Mitwippen.

Zum traditionellen Finale mit „Psallite unigenito“ waren wie stets ehemalige Schüler zum Mitsingen eingeladen. Etwa ein Dutzend begab sich zum Chor auf die Bühne. Die Zuhörer feierten begeistert die Darbietungen der Chöre, Orchester und Bands, die deutlich machten, welch großen Stellenwert die musikalische Ausbildung an dem Gymnasium hat.

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