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Vokalensemble spielt Musik zur Zeit der Reformation

Canticum Antiquum gibt Konzert Vokalensemble spielt Musik zur Zeit der Reformation

Musik der Reformationszeit führt das Vokalensemble Canticum Antiquum des Förderkreises für Alte Musik am Sonntag, 4. November, ab 20 Uhr in der Kugelkirche auf.

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Das geschulte Vokalensemble Canticum Antiquum wartet mit anspruchsvollen Klängen auf, die ihre Zuhörer immer wieder von Neuem begeistern.Foto: privat

Marburg. Das Programm beinhaltet vorwiegend Werke aus der Bibliothek Francisceum in Zerbst und der wissenschaftlichen Bibliothek in Dessau. Die Drucke konnten vor Ort eingesehen werden und wurden von der Marburger Doktorandin Dorothea Philipps als praktische Notenvorlage bearbeitet.

Der erste Teil des Konzertes ist dem Komponisten Gallus Dressler gewidmet. Er wurde 1533 in Nebra an der Unstrut geboren und starb in Zerbst um 1585. Die Tradition der niederländischen Schule war seine kompositorische Heimat. Im Jahr 1556 wurde er als Kantor Nachfolger des Komponisten Martin Agricola an der Magdeburger Lateinschule. Dort unterrichtete er Musica theorica, Musica practica und Musica poetica.

Den mittleren Teil des Konzertes bilden Werke des franko-flämischen Komponisten Thomas Crecquillon. Er wurde um 1500 geboren und starb um 1557. Seine umfangreichen Werke beinhalten Chansons, Messen, Motetten, Psalmen und Lamentationen. Er zählt zu den bedeutendsten Meistern nach Josquin Desprez. Von seinen Zeitgenossen hochgeschätzt, wurde er in vielen zeitgenössischen Drucken veröffentlicht. Sein Chanson „Un gay bergier“ war eines der berühmtesten des Jahrhunderts und wurde vielfach von anderen Komponisten bearbeitet.

Im letzten Teil werden Hohelied-Motetten von Christoph Demantius dargeboten. 1595 erschienen in Leipzig seine „neudeutschen weltlichen Lieder“. 1597 wurde er Kantor in Zittau, 1604 nach Freiberg berufen. Er komponierte Lieder, Tänze, Kantionalsätze, kontrapunktische Choralbearbeitungen, Magnificat-Vertonungen, Evangelien-Motetten, Introiten, Messen und die sechsstimmige Figural-Johannespassion von 1631.

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