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Virtuose des Grauens entert die Bühne

POEsie an der Alfred-Wegener-Schule Virtuose des Grauens entert die Bühne

Mit ihrem Potpourri aus Schauspiel, Tanz und Musik rund um den Schriftsteller Edgar Allan Poe begeisterten Kirchhainer Schüler ihr Publikum am Abend der Premiere.

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Begeisterten das Publikum mit ihrem Tango: Elena Hofacker als Magdalen Usher und Alexander Preis als Robert.Foto: Moritz Mihr

Kirchhain. Düstere Stimmung, Angst und Schrecken machten sich bei der Premiere von „POEsie - Bittersüßer Wahnsinn“ in der ausverkauften Aula der Alfred-Wegener-Schule breit. Und trotzdem fand das Publikum das Stück, das die Teilnehmer des Kurses Darstellendes Spiel 13 und des Musik-Leistungskurses 13 auf die Beine gestellt hatten, „schrecklich“ schön.

Ein Jahr lang haben die Schülerinnen und Schüler an ihrer Eigenproduktion gearbeitet und sind dabei tief in die Welt von Edgar Allan Poe eingetaucht. Das Stück basiert auf einer Komposition ausgewählter Werke des amerikanischen Autors zahlreicher Schauergeschichten. Es verbindet Schauspiel, Musik und Tanzsequenzen. Umrahmt und auch immer wieder gebrochen wird die selbstentwickelte Textfassung der Schüler durch selbstarrangierte, -komponierte und -getextete Live-Musik des Musikleistungskurses.

„Poes Bilder sind kraftvoll. Sie ätzen sich in die Köpfe und bleiben dort wie ein langsam wirkendes Gift“, erklärt der Schüler Alexander Preis die Faszination. Zu Beginn betritt eine Ballerina (Myriam Willsch) zu Glockenspielkängen die Bühne, verfolgt von Edgar (Daniel Mehlinger), der nach dem Traumbild greift, ohne es fassen zu können, da es von einem Schwarm Raben - dargestellt durch Schülerinnen des Jahrgangs 7 - aufgelöst wird. Dieses Bild ist der Anfang einer Reise in das Haus der Familie Usher, in dem Gestalten aus den Geschichten des Altmeisters des Schaurigen aufeinandertreffen und auf den Maskenball der Prinzessin Prospera (Svea Groß) hinfiebern. Dabei verweben sich die seltsamen Geschehnisse um die Usher-Geschwister (Kevin Marius Martin und Elena Hofacker) mit den Geheimnissen der fremden Gäste. Besonders bewegend gelang es Robert (Alexander Preis), das Herz von Magdalen Usher (Elena Hofacker) zu berühren. Die Liebesgeschichte findet ihren Höhepunkt in einem Tango - eine die Genregrenzen zum Tanztheater überschreitende Performance, die zu absoluter Stille im Publikum führte.

Weitere Aufführungen finden morgen und am Samstag, jeweils um 20 Uhr in der Aula der Alfred-Wegener-Schule/Erlenstraße statt. Karten sind in Lenis Buchladen und bei Optik Kempe sowie im Sekretariat der Oberstufe erhältlich.

von Katharina Gröning

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