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Marburg CDU will weitere „Schlafampeln“ prüfen lassen
Marburg CDU will weitere „Schlafampeln“ prüfen lassen
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00:17 29.07.2018
Roger Pfalz (von links), Dirk Bamberger und Bürgermeister Wieland Stötzel nahmen die neue, umstrittene „Schlafampel“ an der Ecke Elisabethstraße/Ketzerbach in Augenschein. Quelle: Till Conrad
Marburg

Die Stadt hatte­ ­Anfang des Monats an der ­belebten Kreuzung eine „Schlafampel“ installiert, die auf Anforderung Fußgängern Grün gibt für das etwa sieben Meter breite Teilstück zwischen Elisabethstraße und Verkehrsinsel. Nur dann sehen die Autofahrer Rot. Solange kein Signal aufleuchtet, kann der motorisierte Straßenverkehr fahren.

Der Linken-Abgeordnete Henning Köster hatte die Regelung scharf kritisiert und insbesondere moniert, dass die Grünphase – laut Kösters Messungen 5,9 Sekunden – zu kurz sei, um auch gehbehinderten Verkehrsteilnehmern die Möglichkeit einzuräumen, das Teilstück bei Grün zu überqueren, ohne­ Angst vor dem motorisieren Verkehr haben zu müssen.

Nach einem Ortstermin mit CDU-Parteichef Dirk Bamberger und CDU-Fraktionschef ­Roger Pfalz sagte Bürgermeister Wieland Stötzel der OP, er wolle sich bei der Straßenverkehrsbehörde dafür einsetzen, die Grünphase um einige Sekunden zu verlängern. Damit wäre ein sicheres Überqueren des Teilstücks möglich. Generell begrüßen die CDUler die „Schlafampel“, weil durch sie der motorisierte Verkehr schneller aus der Elisabethstraße abfließe. Pfalz und Bamberger regten eine Prüfung an, ob weitere Ampelanlagen auf das Prinzip der Schlafampel umgestellt werden können.

von Till Conrad

Nachdem die Stadt mitteilte, die Schlafampel in der Nordstadt habe sich bewährt, übte die Marburger Linke Kritik, der die Bürger für Marburg widersprachen.