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Verbindung auf den roten Punkt gebracht

Ausstellung Verbindung auf den roten Punkt gebracht

Für Ausstellung und Sommerfest auf dem Rittergut hat sich die Radenhäuser Ateliergemeinschaft mit dem Thema „Bindungen“ auseinandergesetzt.

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Gerda Waha vor ihrem „Buch-Projekt“.

Quelle: Christine Krauskopf

Amöneburg. Welche Ver-Bindungen bestehen eigentlich zwischen Künstlern? Um dieser Frage nachzugehen, haben sich die acht Radenhäuser Liesel Haber, Lies Kruschwitz, Antonia Mösko, Burgi Scheiblechner, Klaus Schlosser, Hans Schohl, Margarete Trümner und Gerda Waha jeweils ein Werk von zwei bekannten oder auch befreundeten Künstlern geben lassen. Nur die Größe, nicht aber das Thema war vorgegeben. Kombiniert mit je einem „Radenhäuser“ Werk entstehen durch die zufälligen Kunst-Verbindungen Widersprüche oder auch verblüffende Parallelen.

Auf dem Kornspeicher zeigen alle acht ihre Einfälle zur den Bindungen: Burgi Scheiblechner hat Menschen ohne Füße und Köpfe aus Kaninchendraht nachgebildet, mit weißem Papier beklebt und mit Logos zu Markenträgern gemacht. Die „Kleidung“ offenbart die Bindung zum Fußballverein, zur Bio-Szene oder Edeldesignern. Frei nach dem Motto „Ich bin, was ich trage“, erläutert die Künstlerin. Der Titel es so witzig wie hintersinnig gewählt: Die Kleider des Kaisers – in Anlehnung an das Märchen „Des Kaisers neue Kleider“.

Gerda Waha hat sich fröhlich in der Buch-Bindung ausgetobt und Verbindungen zum Buch-Titel geknüpft: Die kleine Mao-Bibel in einen chinesische Lyrikband gelegt, eine kleine, güldene (Park-)Bank in ein Werk über „Die Bank“ und einen Knoten in ein Buch über das Segeln. Eine Lupe klebt auf einem anderen Buch und fokussiert auf das Wort Bindehautentzündung. Ihre mehrteilige Arbeit „Dammbruch“ ist inspiriert von den Helferketten, die beim Schleppen der Steine beim Oder-Dammbruch im nächtlichen Gegenlicht nur als Schattenriss zu sehen war: Sehr beeindruckend, der Helfer verschwindet aus dem Bild.

von Christine Krauskopf

Mehr zu diesem Thema lesen Sie in der Printausgabe der OP.

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