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Marburg Unwetter in Marburg-Biedenkopf und Hessen
Marburg Unwetter in Marburg-Biedenkopf und Hessen
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22:39 29.05.2018
Auch vor dem Verlagsgebäude der OP stand das Wasser auf der Straße. Quelle: Thorsten Richter
Marburg

Wir schließen unseren Ticker für heute. Eine ausführliche Bilanz zu den Schäden durch das Unwetter gibt es morgen.

22.15 Uhr: Laut Feuerwehr gab es bis 22 Uhr 140 Einsätze in Marburg, einige laufen noch.

22.02 Uhr: 30 bis 40 Häuser waren am Abend im Marburger Stadtteil Ockershausen von einem Stromausfall betroffen. Wie Stephan Mross, Leiter der Stromversorgung der Stadtwerke Marburg mitteilte, wurde die Störung um 18.26 Uhr gemeldet. Betroffen waren Häuser in den Straßen Roter Hof, Schulgasse und Borngasse. Wegen der Wassermassen habe man nicht sofort mit der Behebung des Fehlers loslegen können. Erst um 19.45 Uhr habe man mit der Störungssuche begonnen, nach und nach seien die Straßen wieder versorgt worden, bis auf einige Häuser in der Schulgasse. Dort müssten sich die Bewohner noch für ein paar Stunden gedulden. Die Ursache für die Störung sei bisher nicht bekannt.

21.38 Uhr: Außerhalb von Marburg gab es laut Kreisbrandmeister Stephan Schienbein mehrere Feuerwehreinsätze wegen Wasser in Gebäuden. So in den Weimarer Ortsteilen Roth und Wenkbach, in den Fronhäuser Ortsteilen Bellnhausen und Oberwalgern sowie in Lohra-Kirchvers. Zudem entfernten die Rettungskräfte einen auf die Fahrbahn gestürzten Baum von der Landesstraße 3061 zwischen Niederwalgern und Kehna.

21.32 Uhr: In der Weintrautstraße stand das Wasser extrem hoch, sagte Carmen Werner von der Feuerwehr Marburg. Dort hatten die Anwohnern mit geplatzten Rohren und Heizungen zu kämpfen, weil das Wasser von der Straße in die Häuser drückte. Hier leistete die Feuerwehr mehrmals technische Hilfe.

21.28 Uhr: Dramatische Szenen spielten sich wohl im Schlossbergcenter ab. Dort drohten durch die eindringenden Wassermassen Teile der Decke herabzustürzen. Das Center wurde evakuiert. Um die Evakuierung zu beschleunigen wurde laut Carmen Werner von der Feuerwehr Marburg auch Brandmeldealarm ausgelöst.

21.25 Uhr: Die Tiefgarage am Kongresszentrum der DVAG an der Anneliese Pohl Allee lief wie schon vor zwei Wochen voller Wasser.

21.18 Uhr: Bis um 21 Uhr gab es laut Feuerwehr 115 Einsätze allein in Marburg. Immer noch kommen neue hinzu. Das ist die mit Abstand größte Einsatzlage in diesem Jahr. Zum Vergleich: Beim Orkan "Friederike" fuhr die heimische Feuerwehr 67 Einsätze, beim Unwetter vor zwei Wochen waren es 65 Einsätze.

21.08 Uhr: Auch im Hinterland war die Feuerwehr wegen vollgelaufener Keller im Einsatz.

21.03 Uhr: In der neuen Universitätsbibliothek hat es einen Wasserschaden gegeben. Das bestätigte Uni-Sprecherin Dr. Gabriele Neumann auf OP-Anfrage am Abend. Demnach sind Lichtschächte voll Wasser gelaufen. Von dort lief das Wasser ins Untergeschoss. Auch ein Teil der Buchbestände wurde in Mitleidenschaft gezogen. Die Feuerwehr saugte das Wasser gegen 20.30 Uhr ab. Die Unibibliothek, die normalerweise bis 24 Uhr geöffnet hat, wurde vorzeitig geschlossen. Ob sie am Mittwoch wieder wie geowhnt öffnet, wird sich erst kurzfristig entscheiden. Die Uni informierte dazu auf ihrer Homepage.

20.51 Uhr: Hier nun die gesammelten Videoaufnahmen vom Tage:

 

20.31 Uhr: Laut RMV-Fahrplanauskunft ist in Marburg aktuell mit Verzögerungen im Busverkehr zu rechnen.

20.20 Uhr: Auf der B3 gab es einen Unfall, vermutlich aufgrund der nassen Fahrbahn. Es entstand Sachschaden. Verletzt wurde niemand.

20.18 Uhr: Auch die Polizei in Marburg ist im Dauereinsatz. Immer wieder müssen die Beamten übergelaufene Gullys absperren, um die Verkehrssicherheit zu gewährleisten. Am Erlenring im Bereich wurde eine Unterführung wegen Überflutung gesperrt.

20.07 Uhr: Züge aus Richtung Frankfurt erreichen Marburg nur mit Verspätung. Aktuell gibt es Verzögerungen von bis zu 40 Minuten. Grund sind Äste, die in die Oberleitung gestürzt ist. Laut Bahn ist das Notfallfahrzeug der Deutschen Bahn schon vor Ort.

20.06 Uhr: Eine Twitter-Reaktion zum Unwetter in Marburg gab es von Elisabeth Kula, Stadtverordnete der Linken in Marburg.



 

 

19.56 Uhr: Heftig wurden auch die Städte in Nordrhein-Westfalen getroffen. Hier wurde der Zugverkehr teilweise eingestellt. Mehrere Gebäude wurden stark beschädigt.

Hier die überarbeitete Bildergalerie vom Unwetter

Das Unwetter hat im Landkreis Marburg-Biedenkopf am Dienstag für überschwemmte Straßen und vollgelaufene Keller gesorgt. Die Feuerwehr ist im Dauereinsatz.

19.54 Uhr: Zwischendurch auch mal eine gute Nachricht: Friebertshausen hat wieder Strom.

Bild eines Lesers aus der OP-Whatsapp-Gruppe.

19.52 Uhr: Es war ein räumlich stark begrenztes lokales Wetterphänomen mit riesigen Regenmengen in kürzester Zeit. Die Gewitter-Zelle lag vor allem über Cappel, Ockershausen und dem südlichen Stadtbereich. Schon die Stadtteile traf es deutlich weniger heftig. "Der Landkreis insgesamt ist mit einem blauen Auge davon gekommen", sagt Kreisbrandmeister Stephan Schienbein.

19.50 Uhr: Die Feuerwehr Marburg koordiniert die Einsätze, eine Einschätzung der Lage ist noch nicht möglich - nur so viel: "Schlimm", sagt ein Feuerwehrmann.

19.47 Uhr: Die Feuerwehr ist im Dauereinsatz. Bis um 19.30 Uhr gingen "hunderte Notrufe" ein, wie Kreisbrandmeister Stephan Schienbein auf OP-Anfrage sagte. Auch aktuell sind die Leitungen immer wieder belegt. "Wir arbeiten die Einsätze nach und nach ab", so Schienbein. Als das Unwetter wütetete mussten die Anrufer teils lange Wartezeiten in Kauf nehmen, obwohl die Leitstelle eigens aufgestockt worden war.

19.46 Uhr: Die Feuerwehr Marburg bestätigt den Wassereinbruch in der neuen Universitätsbibliothek.

19.32 Uhr: Erste Einschätzung aus der Einsatzleitstelle der Feuerwehr: "Wir haben ungefähr in jeder Straße einen Einsatz." Aktuell arbeite man die Einsätze ab.

19.16 Uhr: Der Redaktion liegt ein Video vor, das einen Wassereinbruch in der neuen Universitätsbibliothek am Pilgrimstein zeigt. Das Wasser rauscht in der kurzen Sequenz von der Decke zwischen die Bücherregale. Der Boden steht unter Wasser. Eine offizielle Bestätigung für einen Wassereinbruch an der gerade eröffneten UB gibt es bislang nicht.

19.05 Uhr: Unser Reporter berichtet vom Feuerwehr-Einsatz am Schlossbergcenter. Demnach war dort Wasser in ein Fischrestaurant gelaufen und hatte dieses unter Wasser gesetzt. Die Feuerwehr pumpte das Wasser aus dem Gebäude. Das Schlossbergcenter wurde vorzeitig geschlossen.

19.03 Uhr: Hier die Bildergalerie zum Unwetter:

Das Unwetter hat im Landkreis Marburg-Biedenkopf am Dienstag für überschwemmte Straßen und vollgelaufene Keller gesorgt. Die Feuerwehr ist im Dauereinsatz.

18.57 Uhr: Der Hessentag in Korbach ist bislang verschont geblieben. Dort laufen sogar die Karussells noch.

18.56 Uhr: Ein Leser aus der OP-Whatsapp-Gruppe meldet auch einen Stromausfall in Ockershausen.

18.49 Uhr: Eine Leserin aus der OP-Whatsapp-Gruppe meldet einen Stromausfall in Gladenbach-Friebertshausen. Seit mehr als 25 Minuten sei der Strom weg. Ob der Ausfall etwas mit dem Gewitter zu tun hat, steht derzeit nicht fest.

18.46 Uhr: Mehr Boot als Auto. Das hat nicht mehr viel mit #Straßenverkehr zu tun. Unwetter in Marburg:



 

 

18.42 Uhr: Erste Lageeinschätzung des Kreisbrandmeisters Stephan Schienbein am frühen Abend: "Marburg wurde wieder heftig getroffen. Hier gibt es aktuell eine Vielzahl an Einsätzen. Wir sind mit allen zur Verfügung stehenden Kräften im Einsatz. Einen genauen Überblick habe ich noch nicht. Auf den gesamten Landkreis bezogen ist es noch nicht dramatisch. Aktuell gibt es Einsätze in Weimar-Roth, dort ist Wasser in ein Gebäude gelaufen und in Fronhausen-Bellnhausen."

18.40 Uhr: Auch eine Firma in der Biegenstraße meldet vollgelaufene Keller.

18.33 Uhr: Auch die Frankfurter Straße im Marburger Süden ist überschwemmt. Ab rund 200 Meter hinter der Aral-Tankstelle bis zum Software-Center kämpfen sich mehrere Autos durch die Wassermassen. Unser Reporter war vor Ort. Auch die Schwanallee ist dicht. Hier allerdings nicht wegen des Wassers, sondern wegen des Staus.

18.31 Uhr: Gegen 18 Uhr gab es einen Einsatz an den Vitos-Kliniken. Dort hatten gleich mehrere Brandmeldeanlagen angeschlagen. Die Feuerwehr Cappel rückte an, fand aber nichts.

18.29 Uhr: Weitere Tweets zeigen das überflutete Marburg.



 

 



 

 

18.22 Uhr: Eine Leserin aus der OP-Whatsapp-Gruppe meldet, dass die Regionalbahn aus Frankfurt kommend (Abfahrt 17.01 Uhr) zwischen Fronhausen und Niederweimar wegen Ästen auf den Gleisen steht. Eine Weiterfahrt sei derzeit unbestimmt.

18.21 Uhr:

18.15 Uhr: Hier nun ein Video aus der Weintrautstraße:



 

 

18.02 Uhr: Weitere Bilder von Lesern trudeln in der Redaktion ein.

17.57 Uhr: Leser melden erste überschwemmte Straßen, so an der Cappeler Straße und an der Weintrautstraße. Auch an anderer Stelle drückt das Wasser durch Gullydeckel nach oben.

Zwei Bilder der völlig überfluteten Weintrautstraße in Marburg.

17.55 Uhr Das Unwetter hat erste Schäden verursacht. Nach OP-Informationen gibt es erneut einen Wassereinbruch am Schlossbergcenter. Die Feuerwehr ist vor Ort und begutachtet die Situation. Auch vor der Vitos-Klinik an der Cappeler Straße stehen Feuerwehrautos.

17.30 Uhr Regen und Hagel

Das Gewitter hat Marburg erreicht. Zu Donner gesellen sich jetzt auch Regen und Hagel.

16.45 Uhr Freibäder sind geräumt

Im Freibad in Kirchhain und im Außenbereich des Aquamar darf derzeit niemand mehr ins Wasser. Grund dafür ist Donner, im Ostkreis blitzt es auch. Die Gewitterwolken ziehen aus Richtung Osten über den Landkreis.

15 Uhr In den Nachbarlandkreisen donnert es schon

In den Landkreisen Lahn-Dill, Limburg-Weilburg und im Norden vom Schwalm-Eder Kreis soll es derzeit ordentlich krachen. Der Wetterdienst rief eine Unwetterwarnung der Stufe rot aus. 

14 Uhr Freibäder im Landkreis sind noch geöffnet

"Blauer Himmel, 25 Grad Wassertemperatur. Hier ist alles bestens", sagt Herbert Langelager vom Freibad Kirchhain. "Aber sobald es donnert oder blitzt, auch wenn es noch ganz weit entfernt ist, müssen alle sofort aus dem Wasser."

Seine Erfahrung ist, dass 90 Prozent der Besucher dann sofort den Heimweg antreten, die restlichen zehn Prozent warten erst einmal ab. "Manchmal ist es ja nur kurz und wenn das Gewitter dann vorüber ist, gehen sie wieder ins Wasser." Herbert Langelager sieht dem Unwetter noch gelassen entgegen. Es sei schließlich nicht das erste Mal.

Und auch wenn alle das Freibad später vielleicht verlassen haben sollten - er bleibt auf jeden Fall bis 20 Uhr vor Ort. 

Im Marburger Aquamar behält das Personal die aktuelle Lage via App im Auge, um zeitnah zu reagieren. Im Falle eines aufziehenden Unwetters werden die Gäste des Aquamar-Freibads rechtzeitig informiert und das Freibad entsprechend geräumt. Das Hallenbad bleibt aber geöffnet.

13:30 Uhr Schon zwei heftige Unwetter sind dieses Jahr über den Landkreis gezogen.

Hier könnt Ihr Euch in den Fotogalerien anschauen, was sie dabei angerichtet haben:

Zuletzt am Muttertag:

Ein Unwetter tobte am Muttertag im Kreis. Hier gibt es Fotos von Feuerwehreinsätzen und OP-Lesern. 

11:45 Uhr Vorstufe zur Unwetterwarnung

Die Stadt Marburg und der Landkreis sind vorbereitet. Die Einsatzleitstelle beobachtet ständig ein spezielles Regen- und Wolkenradar. Sollte sich abzeichnen, dass sich eine Zelle entwickelt, dann kann sofort reagiert werden. "Bei Unwetter können innerhalb kürzester Zeit eine Vielzahl an Notrufen eingehen", erklärt Stephan Schienbein, Pressesprecher des Landkreises. "Um die entstehenden Wartezeiten abzufedern können wir sehr kurzfristig bis zu sechs Abfrageplätze einrichten. Aber auch dann ist mit Wartezeiten zu rechnen", erklärt er auf OP-Anfrage. 

11.10 Uhr: Bei der Feuerwehr Marburg behält man die Wetterlage kontinuierlich im Auge. "Die Einsatzleitdienste haben eine Vorab-Warnung vom Deutschen Wetterdienst erhalten, die von 12 bis 2 Uhr gilt", informiert die Pressestelle der Universitätsstadt. "In dieser Zeit behalten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Feuerwehr die Entwicklung der Wetterlage im Auge und entscheiden kurzfristig."

Dieser Warnhinweis hängt an der Flutlichtanlage im Stadion an der Gisselberger Straße. Quelle: Andreas Schmidt

Je nach Weiterentwicklung der Wetterlage würde die Feuerwehr der Stadt Marburg den Lageraum in Betrieb nehmen – sich also darauf vorbereiten, im Falle von starken Unwettern sofort die Lage zu besprechen und die Einsätze koordinieren zu können. Bei der Ankündigung einer schweren Gewitterzelle beispielsweise kann auch die Einsatzleitzentrale personell vorab verstärkt werden. Die Entscheidungen trifft im Einzelfall und lageabhängig die Einsatzleitung.

Wie verhalte ich mich bei einem Gewitter?

Alltägliches Tun kann bei einem Gewitter zur Gefahr werden. Manche Dinge sollte man zum Beispiel nicht anfassen, manche Tätigkeiten lieber unterbrechen. 
Hier gibt es Tipps von Experten: Was man bei Gewitter nicht berühren darf

Den aktuellsten Stand der Unwetterwarnungen in Deutschland und Hessen sehen sie auf der Karte des Deutschen Wetterdienstes:

Auch Sturmtief Friederike sorgte in diesem Jahr (Januar) bereits für einige Schäden:

Die Feuerwehr ist seit Donnerstagmittag pausenlos im Einsatz.
Entwurzelte Bäume, Stromausfall und Verkehrschaos: Der Orkan „Friederike“ hält das Land in Atem.