Volltextsuche über das Angebot:

28 ° / 14 ° wolkig

Navigation:
Uni-Präsidentin: Katalog ist ein Ereignis

Publikation zur Sammlung Eitel vorgestellt Uni-Präsidentin: Katalog ist ein Ereignis

Die 57 Kunstwerke der „Sammlung Eitel“ sind bereits im Universitätsmuseum angekommen. Sie stößt auf großes Interesse bei Kunstfreunden, wie die Präsentation des Katalogs am Mittwochabend belegte.

Marburg. Der Andrang im Universitätsmuseum war groß. Zahlreiche Kunstinteressierte wollten einen Blick auf den Katalog zur Sammlung Eitel werfen. Zudem hatte der Direktor des Universitätsmuseums, Dr. Christoph Otterbeck, vier Kunstwerke der Sammlung im Foyer gehängt. 40 Kataloge wurden am Mittwochabend verkauft und auch die 200 Exemplare, die in den Buchhandel gingen, sind nahezu alle abgesetzt, erklärte gestern Uni-Pressesprecherin Dr. Susanne Igler.

1000 Exemplare des inhaltlich und optisch aufwändig gestalteten Katalogs hat die nach Hilde Eitels Vater benannte Bertram-Schaefer-Stiftung drucken lassen. 40000 Euro betrugen die Herstellungskosten, die die Stiftung komplett übernommen hat, wie deren Vorsitzender Ullrich Eitel erklärte. Die Bücher werden zum Preis von 35 Euro abgegeben, also ist jeder Band von der Stiftung subventioniert. Hinzu kommt: Der Erlös von 500 Katalogen geht komplett an das Museum.

Ullrich Eitel ging in seiner Rede auf die Sammlungstätigkeit seiner Mutter ein und verwies auch auf seinen Vater, ohne dessen unternehmerisches Geschick eine solche Sammlung nie hätte zusammengestellt werden können. Der Familie gehört die Marburger Tapetenfabrik.

2002 gründeten Hilde Eitel und ihr Sohn Ullrich Eitel, der heute das Familien-Unternehmen leitet, die Bertram-Schaefer-Stiftung. Die Stiftung hat sich der Pflege der Kunst im Allgemeinen und der wertvollen Sammlung Eitel im Besonderen verschrieben.

Die 2010 verstorbene Marburger Kunstsammlerin Hilde Eitel hat ihre Sammlung bereits 1995 dem Marburger Universitätsbund testamentarisch vermacht mit der Auflage sie angemessen im Universitätsmuseum zu präsentieren.

Darauf ging zuvor Universitätspräsidentin Professorin Katharina Krause ein. Die Kunsthistorikerin sagte, die Sammlung Eitel sei mit viel Gespür für Qualität zusammengetragen worden. Sie betonte: „Die Werke werden das Museum außerordentlich bereichern.“ Der Katalog mit Beiträgen hochrangiger, auf unterschiedliche Art mit Marburg verbundener Wissenschaftler sei „ein Ereignis“.

Zur Zeit laufen hinter den Kulissen die Verhandlungen über das künftige Raumkonzept für das Ernst-von-Hülsen-Haus, in dem neben dem Museum unter anderem das kunsthistorische Institut, die Fächer Vor- und Frühgeschichte, die Archäologen und Foto Marburg untergebracht sind. Insbesondere das Museum hofft, im Zuge der Sanierungsarbeiten, die vermutlich nicht vor Herbst 2015 abgeschlossen werden, auf mehr Raum. Zudem plant die Universität demnächst eine Spendenkampagne für ihr Museum.

Professor Norbert Hampp vom Universitätsbund verwies auf das Engagement der Familien Eitel und Schaefer, die die Universität über Jahre nachhaltig unterstützten.

Die ehemalige Direktorin des Universitätsmuseums, Dr. Agnes Tieze, und ihr Nachfolger Dr. Christoph Otterbeck, gingen in ihren Beträgen auf die Entstehung des Katalogs und den hohen künstlerischen Wert der Sammlung ein. Ziel müsse es sein, diese Sammlung in einem angemessenen musealen Rahmen zu präsentieren.

von Uwe Badouin

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Marburg