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Unbekanntes im Bekannten entdecken

Neue Filme in Marburg Unbekanntes im Bekannten entdecken

Ein Waldspaziergang ist für viele Menschen eine Wohltat. So nah aber wie in der Doku „Das grüne Wunder“ lässt sich dem Leben und Kämpfen dort kaum kommen.

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Regisseur und Produzent Jan Aft hat mit seiner Dokumentation „Das grüne Wunder“ eine einzigartige Bestandsaufnahme der Artenvielfalt im deutschen Wald geschaffen.Foto: polyband

Marburg. Fichtenzapfen öffnen sich mit leisem Knacken, sanft gleiten Samen auf den Februarschnee - poetisch zarte Bilder wie diese gibt es viele in „Das grüne Wunder - Unser Wald“. Das Filmteam der grandiosen Natur-Dokumentation begleitet die Tier- und Pflanzenwelt heimischer Wälder über die Jahreszeiten hinweg. „Dieser Film erlaubte uns wie kein zweiter, unserem Motto gerecht zu werden und das Unbekannte im Bekannten sichtbar zu machen“, wird Regisseur und Produzent Jan Aft in einer Mitteilung zum Film zitiert.

Gezeigt werden viele kleine und große Wunder des Waldalltags, die die meisten Menschen noch nie gesehen haben dürften. So stürzt sich ein Eichelhäher auf einen Ameisenhaufen - um sich mit Ameisensäure besprühen und so von lästigen Parasiten befreien zu lassen. Nahaufnahmen der Ameisen zeigen im Detail, wie aus deren Hinterleib ätzende Flüssigkeit spritzt.In Großaufnahme quellen Sporen aus den schwarzen Köpfchen eines Lebermooses, Haselnusspollen werden vom Wind ans Ziel getragen. „Das ist das stille Liebesleben der Baumgiganten, der Start für eine neue Generation“, ist die Stimme von Grimme-Preisträger Benno Fürmann (40) zu hören, der mit manchmal arg lyrischen, aber angenehm zurückhaltenden Sätzen durch den Film führt.

Ein großes Plus des Films ist, dass neben bekannten Arten wie Wildschwein und Storch so viele weniger präsente wie Lebermoos, Leuchtkäfer und Schleimpilz Eingang fanden. Von Anspruch und Tiefe zeugt zudem der letzte Abschnitt, in dem der Zuschauer erfährt, dass ein als naturnah empfundener besonders dichter „Urwald“ eigentlich gar kein typisch deutscher Wald ist: Der nämlich war ursprünglich eine Art Parklandschaft, ein Mosaik aus Baum- und Strauchgruppen sowie offenen Flächen.

Insgesamt sechs Jahre hat das Team gedreht, gut 100 Nächte im Tarnzelt verbracht und 250 Stunden Filmmaterial aufgenommen. Zum Einsatz kamen selbstgebaute, motorbetriebene Kameraschlitten auf Seilbahnen und eigens konstruierten Schienensystemen. Entstanden sind 93 Minuten großartiger Naturfilm, von dessen Bildern man sich unbedingt auf der Großleinwand eines Kinos verzaubern lassen sollte.

Der Film läuft im Capitol

„Wir wollten aufs Meer“

Sie sind jung und voller Hoffnungen: die Freunde Conny (Alexander Fehling) und Andy (August Diehl). Gemeinsam arbeiten sie zu DDR-Zeiten am Rostocker Hafen und träumen davon, zur See zur fahren. Doch die Stasi setzt die Freunde aufeinander an. Bald beginnt ein tragisches Spiel um Misstrauen, Verrat, Freundschaft und Treue. Toke Constantin Hebbeln schuf mit seinem Kinodebüt ein bildkräftiges Epos, dass nicht nur politisch und inszenatorisch, sondern auch schauspielerisch mit Highlights aufwartet.(dpa)

Der Film läuft in der Kammer.

„Vatertage“

Rikschafahrer und Lebenskünstler Basti (Sebastian Bezzel) interessiert sich vor allem für Mädels, die er aufs Kreuz legen kann. Als eines Tages die 17-jährige Dina (Sarah Horváth) mit ihrem Baby bei ihm aufkreuzt und erklärt, seine Tochter zu sein, gerät sein fröhliches Singleleben jedoch reichlich aus dem Tritt - denn plötzlich ist der Junggeselle Großvater!

Die Komödie von Ingo Rasper mag Münchner Nostalgiefans gefallen. Ansonsten kommt sie etwas altbacken im Stil der 90er Jahre daher. Und so waren auch die Zuschauer-meinungen nach der Sneak-Preview im Marburger Cineplex deutlich zweigeteilt: Als „Humor mit Tiefgang“ bezeichnete Sebastian Lembach aus Kirchhain den Film. Während Madeleine Killer aus Marburg die Komödie gerade noch als okay empfand. Je zwei Freikarten haben gewonnen: Maren Weitzel (Stadtallendorf), Luisa Wanka (Marburg), Simon Taubner (Marburg), Jan-Hendrik Vorlop (Marburg) und Julika Wagenhäuser (Wetter). Die Karten werden zugeschickt. (dpa)

Der Film läuft im Cineplex.

von Annett Klimpel

und unserer Agentur

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