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Tsunami-Hütte mit Material aus aller Welt

documenta für Einsteiger (2) Tsunami-Hütte mit Material aus aller Welt

Man muss schon ein wenig laufen, bis man bei der documenta (13) in der Karlsaue auf Shinro Ohtakes „Mon Cherie: A Self-Portrait as a Scrapped Shed“, seine Hütte aus Schrott stößt, die so etwas wie Sammelalbum seines Lebens ist.

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Der Japaner Shinro Ohtake hockt vor seinem Werk „Mon Cheri: A Self-Portrait as a Scrapped Shed“ in der Karlsaue. Der Kasseler Volksmund war wie so oft sehr schnell: Dort heißt das Kunstwerk nur „Tsunami-Hütte“.Foto: Boris Roessler

Quelle: Boris Roessler

Kassel. Zusammengetragen hat der 1955 in Tokio geborene Künstler das Material für sein im Volksmund „Tsunami-Hütte“ genanntes Kunstwerk bei Reisen in verschiedenste Länder der Welt. Das Neon-Schild etwa stammt von einem geschlossenen Schnellimbiss in seiner Heimatstadt Uwajima. Der Künstler setzt Alltagsmaterial wie Poster, Plakate, Bilder, Gegenstände aller Art in einen neuen Zusammenhang. Und mittendrin in diesem Sammelsurium findet der Betrachter ein riesiges Sammelalbum - sein Lebenswerk, das stetig wächst. Ergänzt wird das Werk durch Geräusche, die der Noise-Musiker, Autor und Künstler wie die Gegenstände gesammelt hat. Aktiviert werden die Geräusche von den Besuchern. Für Ohtake ist die Hütter ein Synonym für die Situation der Menschen des 21. Jahrhunderts.

von Uwe Badouin

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