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Marburg In grünen Trikots gegen den Krebs
Marburg In grünen Trikots gegen den Krebs
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00:18 13.08.2018
Johannes B. Kerner im Sattel (vorne) mit seinen Mitstreitern und vor dem Beginn der Etappe am Hotel Vila Vita Rosenpark in Marburg. Quelle: Melanie Weiershäuser
Marburg

190 Teilnehmer – alle für eine Sache: gemeinsam für einen guten Zweck auf das Rad steigen. Bereits seit 35 Jahren ist die Tour der Hoffnung als größte privat organisierte Benefiz-Radtour unterwegs. Dabei kamen über 36 Millionen Euro in den vergangenen 34 Jahren zusammen.

Hintergrund

Die knapp 300 Kilometer lange Benefiz-Radtour begann bereits am 8. August traditionell mit einem Prolog in und um Gießen. Der zweite, gestrige Tag führte dann nach dem Startschuss am Marburger Hotel Rosenpark über Lollar, Hüttenberg, Butzbach, Bad Nauheim und erreichte nach 82 Kilometern Rosbach v. d. H.

Laut Veranstalter kommt das Geld zu 100 Prozent den kranken Kindern zugute. Beim Tourstart im Vila Vita Rosenpark überreicht Geschäftsführer Marcel M. Bruognolo einen Spendenscheck über 5.000 Euro an das Organisationsteam. „Wir unterstützen die Tour der Hoffnung gerne und danken allen Teilnehmern, die sich heute Zeit nehmen und für die gute Sache radeln.“

Zahlreiche Promis am Start

Ebenfalls danken die Verantwortlichen den Radlern, den Helfern und Unterstützern sowie den eingesetzten Polizisten, die für die Sicherheit auf der Strecke sorgten. Stellvertretend für Oberbürgermeister Dr. Thomas Spies dankt die Stadtverordnete Marianne Wölk und wünscht weiterhin viel Erfolg für „die großartige Aktion“.

Schirmherr Johannes B. Kerner, bekannt als Fernsehmoderator, Journalist und ehemaliger Fußball-Kommentator sagt: „Ich bin seit vielen Jahren dabei, oft nur in Gedanken, und unterstütze die gute Sache sehr gerne.“
Beim Tourstart in Marburg sitzt Kerner aber selbst im grünen Trikot auf dem Rad und tritt kräftig in die Pedale.

Wie wird geholfen?

So funktioniert die Spendensammlung: Die „Tour der Hoffnung“ lebt nach Bekunden der Organisatoren „vom Einfallsreichtum und vom Engagement all derer, die am Rande der Strecke und in den Etappenzielorten unsere Sache zu ihrer Sache machen“.
Vereine veranstalten Sammlungen, Belegschaften tun sich zusammen, um für krebskranke Kinder zu spenden. „Es muss zudem nicht immer die ganz große Aktion sein, um zu helfen“, heißt es weiter. Viele Vereine in den Städten und Dörfern, die von der „Tour“ besucht würden, nutzten den Stopp der „Hoffnungsradler“ für ein „kleines Fest im Zeichen der Hilfe“.

Ebenfalls Schirmherrin der Tour ist die neunmalige Weltmeisterin im Biathlon Petra Behle. Nicht auf dem Fahrrad, aber am Fallschirm unterstützt Ex-Reckweltmeister Eberhard Ginger gemeinsam mit dem Weltmeister im Fallschirmspringen Klaus Renz mit spektakulären Sprüngen die Tour. Gestern war dies aus Wettergründen aber nicht möglich. Als Moderatorin ist Eiskunstläuferin Marina Kielmann mit dabei.

Weitere prominente Unterstützer sind: Boxweltmeister Henry Maske, Biathletin Magdalena Neuner, Eiskunstläufer Norbert Schramm, der ehemalige Radrennfahrer Klaus-Peter Thaler, der Polizeipräsident Mittelhessens Bernd Paul, Starkoch Mirko Reeh sowie der Moderator der Hessenschau Andreas Hieke, und das sind nur einige der prominenten Unterstützer. Rund 300 Kilometer fahren die Sportler während der Benefiz-Radtour. Sie führt durch Hessen und Baden-Württemberg.

Die Etappe gestern startete in Marburg und endet nach etwa 99 Kilometern in Rosbach vor der Höhe. Mathias Rinn und Karsten Koch freuen sich als sportliche Leiter erneut über viele prominente Teilnehmer, die ihre Unterstützung zugesagt haben.

Kapitän des Feldes ist der aus Gevelsberg stammende, mehrfache Querfeldein-Weltmeister Klaus-Peter Thaler. Die Tour der Hoffnung zeigt, wie wichtig ein sportlich-gesellschaftliches Miteinander zum Wohle hilfsbedürftiger Kinder ist und wie wichtig die Spenden sind. Geld, das begünstigte Institutionen für Bereiche der Forschung, aber auch neue Behandlungskonzepte, pflegerische und psychosoziale Betreuung, klinische Versorgung und internationale Hilfe verwendet.

von Melanie Weiershäuser